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selbst dem Schmelzer, der das Silber läutert.

Wohlan, Leser! Höre mich ein wenig an. Ich suche dein Heil, das ist meine einzige Absicht; die wirst du mir verzeihen. – Der Schmelzer ist dir nahe; seine Gnade ist dir erschienen; sie zeigt dir die Lüste der Welt, und lehret dich, sie zu verleugnen. Laß dieselbe, als den geistigen Sauerteig des Himmelreichs, dein Herz durchdringen, und sie wird dich gänzlich umwandeln. Christus ist der wahre Arzt für die Seele; gebrauche seine Arznei, sie wird dich heilen. Er ist eben so unfehlbar als freigebig; er heilt umsonst, und mit Gewißheit. Eine Berührung seines Gewandes war ehemals hinreichend, die Genesung zu bewirken, und sie ist es noch. Seine Kraft ist noch dieselbe; und sie ist unerschöpflich, weil „in ihm die ganze Fülle der Gottheit wohnt.“ Und gelobet sei Gott für seine Allgenugsamkeit! „daß er mächtig ist, Allen zu helfen, und Alle selig zu machen, die durch ihn zu Gott kommen.“ Komm denn nur zu ihm, so wird er eine selige Veränderung in dir hervorbringen, ja er wird deinen nichtigen Leib seinem verklärten Leibe ähnlich machen. Er ist in der That der große Philosoph, die Weisheit Gottes, die Blei in Gold, nichtswürdige Dinge in köstliche verwandelt; denn er macht aus Sündern Heilige und aus Menschen fast Götter. – Was haben wir aber

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Wilhelm Penn: Ohne Kreuz keine Krone. Georg Uslar, Pyrmont 1826, Seite VI. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Penn_Ohne_Kreuz_keine_Krone.djvu/006&oldid=3378239 (Version vom 1.8.2018)