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In diesen verwilderten, beklagenswerthen Zustand, stürzt der Mensch, durch seinen Ungehorsam gegen das Gesetz Gottes in seinem Herzen, sich selbst; indem er das thut, was er, wie er wohl weiß, nicht thun sollte, und das unterläßt, was er, seiner Erkenntniß nach, thun müßte. So lange nun dieser Krankheitszustand bei dem Menschen dauert, macht er seinen Gott sich zum Feinde, und sich selbst der Liebe und Seligkeit unfähig, welche Gott durch seinen Sohn Jesum Christum der Welt geoffenbaret hat.

Gehörst du, mein Leser, zu dieser Klasse, so gebe ich dir den Rath: Kehre in dich selbst ein, und untersuche den Zustand deiner Seele. Christus hat dir Licht verliehen, daß du es thun kannst. Forsche sorgfältig; untersuche gründlich. Dein Leben hängt davon ab; es gilt das Heil deiner Seele, das du nicht wieder erlangen kannst, wenn du es einmal verloren hast. Wenn du hierin dich selbst betrügst, so ist der Verlust unersetzlich; du kannst um die ganze Welt dich nicht wiedererkaufen. Willst du denn um dieser niedrigen Welt willen dich selbst aufs Spiel setzen? die Zeit deines Heils versäumen, und deine Seele verlieren? – Ich gebe dir zu, daß du es mit einem Gott von großer Geduld zu thun hast; aber die Zeit, in der du Gottes Geduld auf die Probe setzest, muß doch auch ein Ende nehmen. Reitze daher den Gott,

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Wilhelm Penn: Ohne Kreuz keine Krone. Georg Uslar, Pyrmont 1826, Seite IV. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Penn_Ohne_Kreuz_keine_Krone.djvu/004&oldid=3378237 (Version vom 1.8.2018)