Hauptmenü öffnen

Seite:Liederbuch des Gau 19 Rostock des Deutschen Radfahrer-Bundes 1900.pdf/25

Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal korrekturgelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.

Eilrads-Ritterschaft. – Mag heiß die Sonne scheinen, – Mag auch die Wolke weinen, – wir sausen fröhlich weiter Mail auf Meil! – Dein edlen, schönen Radfahr-Sport: „All Heil!“

5. So schlinge auch gemeinschaftliches Streben – Hinfort um uns der Eintracht schönes Band; – In unsrem Bund pulsire frisches Leben, – Trübsinn und Zwietracht bleibe stets verbannt! – D'rum unsrem Bund zu Ehren – Woll'n wir die Gläser leeren; – Er wachse, blühe und gedeih' allweil, – Dir Edler „Deutscher Radfahr'-Bund“ „All Heil!“

Verfasser unbekannt.     
Nr. 29. Den Damen.
Mel.: Deutschland, Deutschland über alles.

1. Wo die hohen Freuden winken rings im traulichen Verein, – Wo die vollen Gläser blinken und mit ihrem Zauberschein – Oeffnen alle Herzensthüren, Tiefverschloß'nes lassen schau'n, – Da vor allem will's gebühren, euch zu grüßen, schöne Frau'n.

2. Was in Kämpfen wir erstreben uns're ganze Lebenszeit, – Euch, Ihr Holden, ward's gegeben als eilt köstlich Ehrenkleid. – Zu erfreuen, zu beglücken brauchet ihr der Werke nicht, – Könnt erheben, könnt entzücken durch der eig'nen Schönheit Licht.

3. Euren Beifall zu erjagen streben wir dem Ziele zu, – Und wenn eure Blicke sagen: „Radfahrkunst, wie schön bist du!” – Dann ergreift uns höchste Wonne, dann beglückt uns erst der Preis. – Frauenhuld ist Lebenssonne dem, der sie zu schätzen weiß.

4. Drum als holde Meisterinnen seid gepriesen allezeit: – Was wir immer auch beginnen, euer Schönheit sei's geweiht. - Und daß gleich es sich bewähre, stoßet mit den Gläsern an: – Auf denn! Zu der Damen Ehre sei ein voller Trunk gethan.

Dichter unbekannt.     
Nr. 30.
Mel.: Stimmt an mit hellem, hohen Klang.

1. Was heut mein Herz froh bewegt, im Liede soll's erklingen, – Wie Wogenprall und Sturmeswehn soll's in die Weite dringen.

2. Dir gilt mein Lied, du Radlersport, seitdem du bist geboren – Hab' ich zur Liebsten dich erwählt und Treue dir geschworen.

3. In guter wie in böser Zeit schlägt dir mein Herz entgegen, – Ich wirk' und strebe gern für dich und werbe allerwegen.