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die hungrig gewordenen Tiere, die Ursache des Hungers und die Ausersehung dessen, der gefressen werden soll. Die hungrig gewordenen Tiere sind eigentlich und im allgemeinen vier: Hase, Fuchs, Wolf und Bär. Von andern vierfüssigen Tieren sind überzählig und zufällig: der Luchs (Al ‘c. Pyhäj. 3’, wo die Tiere des Waldes der Reihe nach aufgezählt werden), der Vielfrass (an gl. Stelle), das Wiesel (an gl. St., in Finnland in der b-Form unter dem Einflusse einer besonderen einleitenden Episode), das Eichhörnchen (an gl. St.; sonst hinzugefügt in Al ‘c. Kärsäm.’, Ha 5), die Wildkatze (Bh 1 an Stelle des Bären), das Reh (Bh 2 ebenso) und der Hirsch unter den Haustieren, welche, ausser dem Pferde (La ebenso), nur in langen Aufzählungen (Ab, l ‘c. Rauma, Kärsäm.’) oder unter dem Einflusse eines andern Märchens (XL : Ae, l ‘c. Pihtip., Haapaj. 1’, LIII: Ha 4, 5) als Zugabe zu den eigentlichen Personen vorkommen. Auch die Vögel (Bh 2; in Finnland gewöhnlich in der c-Form), bisweilen antropomorphisirt (Al ‘c. Haapaj. 1, Pyhäj. 3, Haapav. 2’), und die Fliege (Ha 1) sind erst später mit ganz anderen, mit der Anfangsepisode des vorliegenden Märchens verschmolzenen, Tiermärchen, dem Fliehen vor dem Weltuntergange[1] und dem in eine enge Stelle Geraten[2], hinzugekommen. Die Ursache des Hungers ist hier das in die Grube Geraten, ohne heraus zu können. Begreiflich ist es, dass die Tiere nur aus Versehen in die Falle gegangen sind und offenbar ganz zufällig, da in allen den Varianten, in welchen sie freiwillig sich einschliessen oder von einem Andern dazu verleitet werden, entweder das Hinzukommen der obenerwähnten zu den eigentlichen Personen (vgl. auch Aj ‘a. Kaavi’, Ha 2) oder das allmähliche Verschwinden des Grundgedankens (Ha 3) den Einfluss eines anderen


  1. Meines Wissens nur im Westen: Db 1–2 (Asbjörnsen & Moe, No. 42, I². S. 262 u. 471); Dd 1 (Kletke, II. S. 306), 2 (Haltrich-Wolff, S. 520); Df (Asbjörnsen & Moe, I². S. 471); Fd (Schneller, No. 41, S. 120); Ob (Harris, 1884, No. XX, S. 96).
  2. Meines Wissens nur im Osten: Ha 1–3 (Afanasiew, Сказки I². No. 43a–c, S. 141–143); Hc 1 (Rudtschenko, II. No. 1, S. 1), 2 (Tschubinski, No. I. 33, S. 109).
Empfohlene Zitierweise:
Kaarle Krohn: Bär (Wolf) und Fuchs. Suomalaisen Kurjallisuuden Seuran Kirjapainossa, Helsingissä 1889, Seite 82. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Krohn_B%C3%A4r_(Wolf)_und_Fuchs.djvu/84&oldid=- (Version vom 1.8.2018)