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stat gehört Sarracen[1]; und in dem lande zeucht man anderst chain viech, dann camel und man ist auch die camel in dem land.

Es ist auch ein stat die haysset Kathey und ligt hoch auff ainem perg und hatt ein guts landt und ist genant Kermian.

Es ist ein stat, die haysset Engury und hatt ein guts landt und das heysset auch Angury; und in der stat sein vil Christen und halten armenischen glauben; und die haben in iren kirchen ein kreutz unnd das schai[n]tt tag und nacht und die hayden gen dahin kirchvertten und hayssen das kreutz den lichtenstein; es wolten auch die heyden das einfart genommen haben und woltens in iren tempell haben gethan und welcher das creutz angreyff, der erkrumpet an den henden.

Es ist auch ein stat, die ist genant Wegbasary, und das landt ist auch also genandt nach der stadt.

Es ist ein landt, das heysset Caraman und die hauptstadt haysset Laranda. Es ligt ein stat in dem land, die ist genandt Gonia, und in der stat ligt ein heyllig, Schemß genandt, und der ist ain haydnischer priester am ersten gewesen und hatt sich haimlich thauffen lassen; und an seinem end speyset in ein armenischer prister mitt Gottes leychnam, verporgen in ainem appfel; unnd hatt auch grosse zeichen gethan.

Es ist auch ein stat, die haysset Gassaria; und das landt hayst auch also; und in der stat ist Sant Basily pischolff gewesen.

Ich bin auch zu Sebast gewesen; und das ist ein chönigreich gewesen.

Es ligt ein stat auff dem schwartzen mere und die ist genant Sampson; und hatt ein gut landt, das ist genandt Czegnick.

Und die obgenant stet und lant gehören alle zu der Türckey und pin in in allen gewesen.

Es ist ein landt das haysset Zeprem und ligt pey dem swartzen mere und in dem land pauen sie nur prein und machen auch ir prott auß prein.


  1. Wahrscheinlich ist dieser name nur eine veränderte form des vorhergehenden Serochon und dieser provinz eine zu große ausdehnung gegeben, da sie das alte Pamphylien (mit Adalia) nicht mehr in sich begriff.
Empfohlene Zitierweise:
Valentin Langmantel (Hrsg.): Hans Schiltbergers Reisebuch nach der Nürnberger Handschrift.. Litterarischer Verein in Stuttgart, Tübingen 1885, Seite 54. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Hans_Schiltbergers_Reisebuch.djvu/060&oldid=- (Version vom 1.8.2018)