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Königstochter. Der Stein wird ihm aber gestohlen, das Schloss und die Frau werden durch Zaubermacht weitweg zu einer anderen Person entrückt, und der Junge wird vom König ins Gefängnis geworfen. Nun machen sich die dankbaren Tiere, die Katze und der Hund, auf, den Zaubergegenstand zu suchen. Die Katze sitzt auf dem Rücken des Hundes, als sie über einen Fluss schwimmen. Am Ziele angekommen, bemerken sie, dass der Dieb den Stein im Munde trägt. Die Katze fängt eine Maus und zwingt sie, ihr den Stein zu verschaffen. Die Maus kitzelt in der Nacht mit ihrem Schwanze die Lippen des schlafenden Diebes, der den Stein auf den Boden ausspeit. Auf dem Heimweg fällt der Stein ins Wasser, und ein Fisch verschluckt[WS 1] ihn, aber sie finden den Fisch und gewinnen den Stein zurück. Schliesslich bekommt der Junge den Stein wieder. Er zaubert sich sofort sein Schloss und seine Frau wieder herbei.

Mt. 561. Aladdin. In der in Tausend und eine Nacht vorkommenden Bearbeitung des Zauberringmärchens, in dem sogenannten Aladdin-Märchen, erhält der Held des Märchens, ein ungeratener Junge (Aladdin), den Zaubergegenstand, eine Lampe aus der Erde, wohin ein afrikanischer Zauberer ihn geschickt hat, die Lampe zu holen. Da aber der Zauberer den Gegenstand nicht schon zur Öffnung heraus bekommt, verschliesst er diese durch Zauberworte und lässt Aladdin unter der Erde. Dieser reibt zufällig an dem Ring, den ihm der Zauberer gegeben hatte: der Geist des Ringes erscheint und führt ihn ans Tageslicht. Dann wird erzählt, wie er die Tochter des Sultans heiratet, sich einen mächtigen Palast hervorzaubert und wie der Zauberer sich durch Betrug der Lampe bemächtigt. Der Geist des Ringes bringt Aladdin zum verschwundenen Palast. Der Zauberer wird durch einen Gifttrank getötet, und der Palast an seinen früheren Platz zurückgebracht. Schliesslich kommt der Bruder des Zauberers, um als heilige Frau seinen Bruder zu rächen, Aladdin aber tötet ihn mit einem Dolch.

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Vorlage: verschuckt
Empfohlene Zitierweise:
Antti Aarne: Leitfaden der vergleichenden Märchenforschung. Suomalaisen Tiedeakatemian Kustantama, Hamina 1913, Seite 83. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:FFC13.djvu/87&oldid=- (Version vom 31.7.2018)