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„Friedrich von Gottes Gnaden Marggraff zu Brandenburg, Thumbprobst etc.“

„Vnsern günstlichen Grus zuvor, Besunder lieber getreüer, vff das sunderlich Vertrauen, alß wir wisen, das unser Bruder seeliger Marggraff Caßimir etc. in seyner Liebde selbst, vnnd auch der Herrschafft sachen vnnd Obligen, bis in ire Ende zu euch gehabt, dergleich, auch Wir, vnnd darob nie kein Wanck noch mangel empfunden, wie woll wir sunst etlich daneben erlernet, die den Mantel nach dem Winde woll henken Kinden, werden verursacht, Euch in Geheimb vertreulich vnser Gemit undt Meynung zu entdecken, daß vnnß weder vnsers Bruders Marggraff Georgen noch seyner Lieb geheyme oder Innere Rethe Regiment, fürnemen oder Handelung, gefallen, noch für gut ansehen, wir besorgen auch, daß der Ausgang noch übler gemacht werde, dan neuerung vnndt Wankelmittigkeit, thut selten gut, wir wissen schier nit, wes wir vnns halten sollen, bemelten vnnserm Bruder Marggraff Georgen hat Neulicher tagen unserm Herrn vnd Freund von Würzburg, wol ein halben Ablag eynes offentlichen Widertauffers halben gethan, vnndt schreibt vnns, wir sollen Ihme seyner Liebde freundliche Dinst undt gute nachtbarliche willen ansagen, dergleichen befinden wir in andern Handlungen auch viel widerspältige önbestendigkeit vnnd wie es ir eynes tails apprillen Wetter nennen, also befinden wirs es auch in sachen vnnd Handlungen der Gaislichen person, heüt die Ordnung beschidt, Morgen ayn