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Bittendt, daß du dich unß zu dienst und Gefallen in aigener Person, mit Knechten, Pferdten, Harnisch und Wehren zu Roß und zu fueß, so du allerstärkst magst, mit Wägen und anderen in ein Feldt und zum Streit gehörig, darzu Rüsten und schicken und sonderlich das geflißen sein wollest, daß dein Trabanten bey den Wägen mit Harnisch und wehren auch der Wagenknecht, mit einen Eisern Huth und hauben und ein panzer oder Paseysen führgeschen und gerüst sein, dann du verstehest, daß die blosen Knecht für nichts sein, und gleichwohl großes kosten Bedörffen, und wollest mit dem Allen in solcher Rüstung uf den schirst künftigen Montag nach Elizabeten zu Nacht Bey andern den Unsern in Heilspronn an den ersten herberg sein, daselbst wir dich annehmen und zu Unnß an die Sammlung führen laßen wollen, der Unzweifenlichen zuversicht, du je nit Außen bleiben und in diesen ernstlichen sachen, Bey unß thun werdest, als wir dir getrauen, Angesehen, wie groß und merklichen der Kayserl. Majest. undt dem heyl. Röm. Reich und andern Churfürsten und Fürsten, auch allem Adel und der Erbarkeit ganzen Teüschen nation daran gelegen ist, zur Rettung der Ehre und würde die durch Unser aller Vorfahren mit schwerer Mühe Ihres Blutvergüßen erworben ist, daß die auch durch Unnß mit deß Adels hilf Gehandhabt und Bey Unsern zeit Gezwnng.[1] nit entzogen werde, daß wollen wir zusambt den Ehren, die du nicht allein dir


  1. Gezwungen, mit Gewalt.