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Es waren drei junge Leute.

Es waren drei junge Leute,
Die liebten ein Mädchen so sehr.
Der eine war der Gescheute,
Floh zeitig über das Meer.

5
Er fand eine gute Stelle

Und ward seiner Jugend froh,
Und lebt als Junggeselle
Noch heute auf Borneo.

Der zweite schied mit Weinen.

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Er sang seiner Liebe Leid

Und liess es gebunden erscheinen
Just um die Weihnachtszeit.
Das kalte Herz seiner Dame,
Die Quelle all’ seines Wehs,

15
Macht ihm die schönste Reklame

Auf allen ästhetischen Tees.

Der dritte nur war dämlich,
Wie sich die Welt erzählt.
Er liebte die Holde nämlich

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Und hat sich mit ihr vermählt;

Und sitzt jetzt ganz bescheiden
Dabei mit dummem Gesicht,
Wenn sie von den andern beiden
Mit Tränen im Auge spricht …

Rudolf Presber.





Ah – Bah!

Zerriss’ne Schuh vor einem Jahr,
Ein Röcklein von Kattun –
Doch heut’ in Seide ganz und gar,
Mit weissen, feinen Schuh’n!

5
Als Aschenbrödel erst gepufft

Und dann verführt von einem Schuft
Und nun ein Fräulein, heiss begehrt,
Das in der eignen Kutsche fährt –
          Ich bin die flotte Liese –

10
     Ah – Bah! ist meine Devise!



Empfohlene Zitierweise:
Verschiedene: Die zehnte Muse. Otto Elsner, Berlin 1904, Seite 16. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Die_zehnte_Muse_(Maximilian_Bern).djvu/22&oldid=3303891 (Version vom 31.7.2018)