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Kirchweih auf dem Dorf.

Es mögen die gelehrten Aefflein klagen,
Ich sei ein Thor, den Liebesgrillen plagen,
Wohlan, so will ich meine Thorheit tragen
Und nichts nach aller Aefflein Weisheit fragen.

5
     Fiedeldibum.


Es mögen überfromme Weiblein flennen
Ob meiner Sünden, zahllos, nicht zu nennen
Vor keuschen Ohren, so vor Tugend brennen:
Niemals seht ihr mich in den Beichtstuhl rennen.

10
     Wär’ mir zu dumm!


In unbussfertiger Thorheit will ich leben
Und lachend aller Reue mich begeben:
Nur du allein sollst mich gen Himmel heben
Und um den Sünder Gnadenschleier weben

15
     In seligem Liebestanz.

     Mädele, kumm! Fiedeldibum.

Michael Georg Conrad.





Dideldum.

Die Geigen spielen dideldumdum,
Dideldumdumdundeie,
Die Paare drehen im Kreis sich um,
Dideldumdumdundeie.

5
Es juchzt der Bursche, es lacht die Dirn’.

Eia, wie lustig ist heut’ die Kirm!
Dideldumdum, dideldumdum,
Dideldumdumdundeie.

Die Bursche sind stattliche Leute all,

10
Dideldumdumdundeie,

Den Dirnen, den steht das Mieder drall,
Dideldumdumdundeie.
Sie halten und wiegen sich Arm in Arm,
Sie drücken und küssen und herzen sich warm.

15
Dideldumdum, dideldumdum,

Dideldumdumdundeie.


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Verschiedene: Die zehnte Muse. Otto Elsner, Berlin 1904, Seite 143. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Die_zehnte_Muse_(Maximilian_Bern).djvu/149&oldid=- (Version vom 31.7.2018)