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einander angesehen, sehr wehmütig.) Lieber Mosge Schnapps, fühl’ Er mir doch einmal nach dem Pulse.

Schnapps (befühlt den Puls sehr bedenklich.) Der tausend, Gürge – Ich dächte, Ihr gingt nach Hause – Ich will nachkommen: und mit einem halben Dutzend tüchtigen Aderläßen wollen wir dem Dinge schon ein Ende machen.

Gürge (wischt sich die Thränen aus den Augen.) Aber hab’ ich denn recht gesehn? hab’ ich denn recht gehört?

Schnapps. Ich bin selber noch erstaunt: ich begreife die ganze Geschichte nicht.

Gürge. Aber wie bin ich denn um mein Billet gekommen? und wie ist Er denn dazu gekommen? Und wie ist denn Röse – verzeih mir meine Sünde – zu dem Schandrachen gekommen?

Schnapps. Wie gesagt, ich verstehe den ganzen Handel nicht. Rösgen hat mir vorhin das Briefgen selbst gegeben, und hat dazu gesagt, sie wollte keinen andern als mich zum Manne haben.

Gürge. Aber das Briefgen ist ja meine gewesen:

Empfohlene Zitierweise:
Anton-Wall (= Christian Leberecht Heyne): Die beiden Billets. Ein Lustspiel in einem Akt. Dyk, Leipzig 1790, Seite 27. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Die_beiden_Billets_(1790).pdf/27&oldid=- (Version vom 18.3.2020)