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– Nein, Betrüger, ich kenne Dich. Geh zu deiner Regine, geh, trag’ ihr meine Briefe zu, die sie nicht einmal lesen kann, geh, sag’ ihr, daß Du Dir aus mir nichts machst, und hernach komm wieder zu mir, und sprich, Du könntest nicht ohne mich leben – Bösewicht, heimtükischer Bube, untersteh Dich nicht, mir wieder vor die Augen zu kommen – Du hast ein ehrliches Mädchen belogen – betrogen – beschimpft – in der Leute Mäuler gebracht. – Aber es soll Dir nicht ungerochen hingehn – meinem Vater will ichs sagen, sobald er ins Haus tritt, und dann sollst Du sehn, wie man solche Buben bezahlt. – Und Er, Mosge Schnapps, behalt’ Er das Billet; ich habe Einmal gesagt, wer es vorzeigte, sollte mein Mann werden, und ich will mein Wort halten.

(Geht ab.)


Sechster Auftritt.
Gürge. Schnapps.

Gürge (nach einer Stille, während welcher Beide

Empfohlene Zitierweise:
Anton-Wall (= Christian Leberecht Heyne): Die beiden Billets. Ein Lustspiel in einem Akt. Dyk, Leipzig 1790, Seite 26. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Die_beiden_Billets_(1790).pdf/26&oldid=- (Version vom 18.3.2020)