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Schnapps. Nu, da werd’ ich was hören.

Gürge. Nicht wahr, Er giebt bey Rösen Freyens vor?

Schnapps. Kann wohl seyn, hähähä!

Gürge. Nun so hör’ Er, ich gebe auch Freyens bey ihr vor. Damit nun das Ding ein Ende hat – – –

Schnapps. Ja, ja, damit es ein Ende hat, hm, hm! Nun was soll denn da geschehn, damit es ein Ende hat?

Gürge. Wir stehn izt alle Beide hier, und Röse ist auch da. Wir wollen sie fragen, wer von uns Beiden ihr am meisten gefallen hat; sie soll uns und der Wahrheit die Ehre anthun, und solls offenherzig sagen, und hernach soll der von uns Beiden, den sie nicht will, ganz sachte abtrappen, und auch, notabene, dem andern (spuckt in die Hand) nicht wieder ins Gehege kommen. – Ist er das zufrieden, Mosge Schnapps?

Schnapps. Das war ein Wort, Gürge: topp, es bleibt dabey. – Das schöne Rösgen soll sich einen unter uns auslesen, und der andre soll hernach kein laut Wort mehr sagen dürfen. So wars doch gemeint?

Empfohlene Zitierweise:
Anton-Wall (= Christian Leberecht Heyne): Die beiden Billets. Ein Lustspiel in einem Akt.. Dyk, Leipzig 1790, Seite 23. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Die_beiden_Billets_(1790).pdf/23&oldid=- (Version vom 17.3.2020)