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– Allerschönstes Schnappsgen, eine Terne, eine Terne!

Schnapps. Nu, erwürgt mich nur nicht. (Bey Seite.) Ich möchte vor Aergerniß schwarz werden.

Gürge. Heysa, nun bin ich der glücklichste Kerl in Europa – ach, was will ich sagen, in Europa? – der glücklichste Kerl im ganzen römischen Reiche.

Schnapps (bey Seite.) Wenn ich nun sähe, ob ich auf eine honette Manier das Billet wegschnappen könnte?

Gürge. Nun leb Er wohl unterdessen, Mosge Schnapps: (Steckt sein Billet ein.) Nun will ich gleich nach der Stadt gehen, will mir mein Geld auszahlen lassen, und es denn zu den Füssen der niedlichsten Füßgen hinlegen, die seit der Sündfluth auf dem Erdboden herum getrampelt sind. (Will gehn.)

Schnapps. Die Freude macht Euch verwirrt, Gürge. So wartet doch. Wißt Ihr denn, wo Ihr das Geld holt?

Gürge. Nein, der Geyer, das weiß ich nicht.

Empfohlene Zitierweise:
Anton-Wall (= Christian Leberecht Heyne): Die beiden Billets. Ein Lustspiel in einem Akt.. Dyk, Leipzig 1790, Seite 11. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Die_beiden_Billets_(1790).pdf/11&oldid=- (Version vom 18.3.2020)