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viereckigen Bassin mit pechschwarzem, schieferglänzendem Wasser, von dem geradezu mephistische Dünste emporquollen. Die Gläubigen drängten sich mit großem Geschrei in dichten Scharen darum. Sie warfen alle lange Blütenketten hinein, und ein Becher mit dem schwarzen Pestilenzwasser ging von Mund zu Mund. „Wer vom Born der Weisheit trinkt,“ lächelte Boris, „hat ewige Weisheit und wird niemals krank. Da siehst du, wie die Weisheit schon mit Zungen redet.“ Er wies auf zwei Besessene. Der eine wälzte sich in epileptischen Krämpfen am Boden. Der andere saß mit gekreuzten Beinen und klingelte mit einer grellen Glocke, die er wie einen Kreisel um sein Haupt schwang. Es waren Töne, die durch Mark und Bein drangen. — „Du siehst, hierum, um der dunklen Fluten willen, aus der ‚Well of Knowledge‘, die täglich mit neuen Kränzen, Fäulniserregern, gefüttert wird, ist der große Erfolg des geläuterten Buddhismus und all seiner theosophischen Neuverzierungen. Aus diesen Tiefen steigen seine Keime.“

Und am Abend fuhren sie wieder auf dem

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Hermione von Preuschen: Yoshiwara., Seite 170. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:De_Yoshiwara_Preuschen_Hermione_von.djvu/169&oldid=- (Version vom 17.8.2016)