Seite:DarwinAbstammungMensch1.djvu/387

Fertig. Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle korrekturgelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.

zum Theil eine directe Folge des aus der Reibung eines Flügels auf dem andern entstehenden Reizes ist.

DarwinAbst12.png

Fig. 12. Zähne der Aderung von Gryllus domesticus (nach Landois).

Bei den Locustiden weichen die Flügeldecken der beiden einander gegenüberstehenden Seiten in ihrer Bildung ab (Fig. 13) und können nicht, wie es in der letzten Familie der Fall war, indifferent auch in umgekehrter Weise benutzt werden. Der linke Flügel, welcher als ein Violinbogen wirkt, liegt über dem rechten Flügel, welcher als Violine selbst dient. Einer der Nerven (a) an der unteren Fläche des ersteren ist fein gesägt und wird quer über die vorspringenden Nerven an der oberen Fläche des entgegengesetzten oder rechten Flügels hingezogen. Bei unserer englischen Phasgonura viridissima schien es mir, als ob der gesägte Nerv gegen die abgerundete hintere Ecke des entgegengesetzten Flügels gerieben würde, deren Rand verdickt, braun gefärbt und sehr scharf ist.

DarwinAbst13.png

Fig. 13. Chlorocoelus Tanana (nach Bates). a b Abschnitte der beiderseitigen Flügeldecken

Am rechten Flügel, aber nicht am linken, findet sich eine kleine Platte, so durchscheinend wie ein Glimmerplättchen und von Nerven umgeben, welche der Spiegel genannt wird. In Ephippiger vitium, einem Mitgliede derselben Familie, finden wir eine merkwürdige untergeordnete Modification;


Empfohlene Zitierweise:
Charles Darwin: Die Abstammung des Menschen und die geschlechtliche Zuchtwahl, I. Band. E. Schweizerbart'sche Verlagshandlung (E. Koch), Stuttgart 1875, Seite 373. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:DarwinAbstammungMensch1.djvu/387&oldid=- (Version vom 31.7.2018)