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Christina Warg: Schwedisches Koch- und Haushaltungs-Buch nebst einem Unterricht auf Seide, Wolle und Leinen zu färben zum Nutzen junger Frauenzimmer entworfen

mehr darin ist und das Wasser so klar, wie es aufgegossen ist, abläuft; alsdenn giesse etwas Wasser auf es abzuspülen, und darauf etwas Wasser mit ein wenig ungekochte blaue Stärke gemengt, und laß das Brett hernach in der Luft stehen, bis es trocken wird. Nachgehends nimmt man das übergenehete Tuch ab und die Spitzen herunter, und streichet selbige mit einem nicht gar zu heissen Pletteisen recht glatt und eben. Wenn die Spitzen auf diese Art gewaschen werden, so sehen sie wieder wie neu aus und leiden in den Waschen keinen Schaden. Auch können sie auf selbige Art gebleicht werden, wenn man sie 8 Tage in die Luft stellet; sie müssen aber unter dem übergeneheten Tuch sitzen bleiben, und alle Tage zwey mahl mit Wasser begossen werden, wenn die Sonne stark scheinet. NB. Die Spitzen, welche man auf selbige Art waschen will, müssen nicht fest an Kammer- oder Nesseltuch genehet werden, sondern nur mit kleine Stiche angeheftet seyn, damit sie desto leichter können abgenommen, wenn sie sollen gewaschen werden.

Tintenflecke aus Seidenzeug zu machen.

Kaufe von der Apotheke Spiritus Vitrioli, giesse davon ein wenig auf den Flecken und reibe ihn damit recht gut bis der Flecken sich vertheilet, wasche es aber gleich mit kaltem Wasser nach, bis die Tinte und der Vitriol weg ist und nicht mehr als rein Wasser zu sehen ist; denn wenn man zu lange wartet ehe man es mit Wasser wäscht, so giebt der Vitriol ein Loch.

Zerschlagenes Porcellain wieder zusammen zu setzen.

Schlage ein Weis vom Ey recht gut, nimm davon einen Theelöffel voll, rühre darin ungelöschten Kalk, und wenn dieses wie ein locker Gelee aussiehet, so ist es gut. Darauf bestreiche dieses mit einer Feder oder Messer auf das zerschlagene Porcellain, bls es gut zusammen faßt; man muß aber hiebey nicht langsam seyn, denn wenn dieses nicht in der grössesten Geschwindigkeit aufgestrichen wird, so geht es nicht

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Christina Warg: Schwedisches Koch- und Haushaltungs-Buch nebst einem Unterricht auf Seide, Wolle und Leinen zu färben zum Nutzen junger Frauenzimmer entworfen. A. F. Röse, Greifswald 1772, Seite 502. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Cajsa_Warg_-_Schwedisches_Koch-_und_Haushaltungs-Buch.djvu/511&oldid=- (Version vom 31.7.2018)