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Allgemeines Deutsches Kommersbuch:239

(Weitergeleitet von Schweizerlied (Goethe))
Schauenburg:
Allgemeines Deutsches Kommersbuch
Seite 476, 477
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[476]

     2. Als ich zur Fahne fort gemüßt, hat sie so herzlich mich geküßt,
|: mit Bändern meinen Hut geschmückt und weinend mich ans Herz
gedrückt. :|

     3. Sie liebt mich noch, sie ist mir gut, drum bin ich froh und
wohlgemut, mein Herz schlägt warm in kalter Nacht, wenn es aus
ferne Lieb gedacht.

     4. Jetzt, bei der Lampe mildem Schein, gehst du wohl in dein
Kämmerlein und schickst dein Nachtgebet zum Herrn, auch für den
Liebsten in der Fern.

     5. Doch wenn du traurig bist und weinst, mich von Gefahr um=
rungen meinst: sei ruhig, bin in Gottes Hut, er liebt ein treu Sol=
datenblut.

     6. Die Glocke schlägt, bald naht die Rund, und löst mich ab zu
dieser Stund. Schlaf wohl im stillen Kämmerlein und denk in deinen
Träumen mein!

Wilh. Hauff. 1824.


          531.     Robin Adair.     (III. 41.)

     Gehend. Irisch. 1702.

     1. Treu und herz=in=nig=lich, Ro=bin A=dair!
     tau=send=mal grüß ich dich, Ro=bin A=dair!

hab ich doch man=che Nacht schlum=mer=los hin=gebracht,
hab ich doch man=che Nacht im=mer an dich gedacht,
Ro=bin A=dair! Ro=bin A=dair!

[477]

     2. Dort an dem Klippenhang, Robin Adair! rief ich oft still und
bang: Robin Adair! Fort von dem wilden Meer, falsch ist es, liebe=
leer; fort von dem wilden Meer, macht nur das Herze schwer! |: Robin
Adair!:|

     3. Mancher wohl warb um mich, Robin Adair! treu aber liebt ich
ich dich, Robin Adair! Mögen sie andre frein, will ja nur dir allein
Leben und Liebe weihn, will nur dein eigen sein, Robin Adair!

Wilh. Gerhard. 1826. (Nach dem Irischen.)


          532.     Schweizerlied.     (IV. 190.)

     Mäßig. C. Blum. 1829.

     1. Ufm Bergli bin i ge=säs=se, ha de Vög=le zu=ge=
schaut; hänt ge=sun=ge, hänt ge=sprunge, hänt´s Nest=li ge=
baut. A - - - - -

     2. In ä Garte bin i gestande, ha de Imbli zugeschaut! Hänt ge=
brummet, hänt gesummet, hänt Zelli gebaut ec.

     3. Uf d'Wiese bin i gange, lugt i Summervögle a; hänt gesoge,
hänt gefloge, gar z'schön hänts gethan ec.

     4. Und da kummt nu der Hansel, und da zeig i em froh, wie
sie´s mache, und mer lache und mache's au so ec.

Goethe. 1811.


          533.     Hans und Liesel.     (IV. 106.)

     Gehend. Franz v. Woyna. Um 1845.

     1. Und der Hans schleicht umher, trü=be Au=gen, blas=se