Rittergüter und Schlösser im Königreiche Sachsen: Müdisdorf

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Titel: Müdisdorf
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aus: Erzgebirgischer Kreis, in: Album der Rittergüter und Schlösser im Königreiche Sachsen. Band 4, Seite 210
Herausgeber: Gustav Adolf Poenicke
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Erscheinungsdatum: [1856]
Verlag: Expedition des Ritterschaftlichen Album-Vereins
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Commons = SLUB Dresden
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Müdisdorf

2 bis 2½ Stunde südlich von Freiberg gelegen, mit Weigmannsdorf im N.O. völlig zusammengebaut, erstreckt sich ½ Stunde lang aus, S.W. nach N.O., welche Richtung auch im Allgemeinen der vom nahen Grosshartmannsdorfer Hauptteiche kommende Kunstgraben hält, welcher durch die Felder im N.W. und N. sich hinzieht. An demselben steht isolirt das Huthaus. Im Süden krönt einen hohen, obwohl nicht steilen Berg, eine einzelne Klippe, der Alpstein, über welchen der Aberglaube mehr weiss, als der Verstand.

Jenseits der nordwestlichen Fluren verbreitet sich das Grubenholz, das jedoch nur zum Theil hierher gehört.

Müdisdorf war in früheren Zeiten ein Zubehör des von Honspergischen, dann von Vitzthum’schen Gutes Berthelsdorf, welches der Rath zu Freiberg, wie schon erwähnt, um 4300 rhein. Gulden erkaufte.

Der hiesige Kunstgraben ist unter dem Namen der Dörenthaler Wasserleitung, eigentlich ein Beilehn der königl. Rösch „Junger Fürst zu Sachsen“ und die hiesige Flur gehört zum Brander Revier.

Die Einwohner von Müdisdorf bestehen grösstentheils aus Bergleuten, doch wird auch guter Flachsbau getrieben.

Im Orte befinden sich zwei Mühlen und eine Oelmühle, und ausser dem Erblehngerichte, noch zwei ziemlich bedeutende Güter, von denen das eine ein Lehngut ist.

Der Ort besteht aus 150 Feuerstätten mit 600 Seelen.