Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Sohn des Minos
Band XI,1 (1921) Sp. 4546
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Katreus. 1) Sohn des Minos, verdankt seine Existenz der kretischen Stadt Katre (Steph. Byz. s. v. Pausanias nennt sie irrtümlich ebenfalls K.) und dem Bestreben, allerlei Geschlechter an Minos anzuknüpfen. Er wird als dessen Sohn von Apollod. III 7. Diod. IV 60, 4 genannt; nach Paus. VIII 53, 4 machten ihn die Arkader zum Sohne des Tegeates und ließen ihn nach Kreta auswandern (die Stelle ist freilich nicht in Ordnung und von Hitzig geändert, oder Pausanias hat Verwirrung gestiftet). Darin verbirgt sich eine Ahnung von wirklichen Beziehungen zwischen Kreta und Arkadien; vgl. Gruppe Griech. Myth. 193. Sein Schicksal war mit Hilfe der Hildebrandsformel ausgestaltet worden, indem man ihn von der Hand seines Sohnes Althaimenes umkommen ließ (s. o. Bd. I S. 1696). Als sein Sohn (von der Phronia) wird noch genannt Iasion (Schol. Hom. Od. V 125), als seine Töchter [46] Aerope, Apemosyne und Klymene (Apollod. ep. 2, 10. 6, 8; vgl. Schol. Lykophr. 386). Menelaos fährt zu K.s Beisetzung nach Kreta, und unterdessen entführt Paris die Helena. Apollod. ep. 3, 3. Stoll bei Roscher II 1004.