Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Sohn d. Hamilkar, Führer d. karthag. Reiterei nach d. Tod v. Nr. 22
Band VII,2 (1912) S. 2359
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23) Sohn des Hamilkar, nach dem Tode von Nr. 22 Führer der karthagischen Reiterei gegen Scipio im J. 204, die er durch Anwerbungen unter den Numidern bald auf 4000 Mann brachte (Liv. XXIX 34). Er bemächtigte sich der Stadt Salaeca, ward aber von Scipio und Massinissa zum Kampf verlockt, umzingelt und getötet (Liv. a. a. O.). Wegen der Namensgleichheit mit Nr. 22 hat schon Livius seine Bedenken gehabt (Liv. XXIX 35, 2); zugleich erwähnt er, daß nach Coelius Antipater und Valerius Antias H. nur gefangen, nicht getötet ward. Dies stimmt zu Appian. Lib. 14, wo H. nur gefangen und später gegen Massinissas Mutter ausgeliefert wird. Dasselbe erzählt Zon. IX 12. 438 b. c; doch ist bei ihm dieser H. ein Sohn von Hasdrubal Geskons Sohn. Offenbar geht die auch sonst stark abweichende Darstellung der jüngeren Überlieferung auf einen der genannten Annalisten zurück.