Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Römische Personifikation der Fülle
Band IV,1 (1900) S. 12131214
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2) Römische Personifikation der Fülle, ursprünglich wohl in Beziehung auf die Erträge des Landbaus, in der Litteratur zuerst erwähnt bei Plautus (Pseud. 671. 736), wahrscheinlich ist [1214] bei den Schriftstellern oft der Eigenname zu setzen, wo die Ausgaben den Gattungsnamen bieten, z. B. Hor. c. I 17, 14; epist. I 12, 28. Ihr Attribut ist das Füllhorn (cornu Copiae Hor. c. saec. 60; ep. I 12, 28. Plin. n. h. praef. 24. Gell. I 8, 2. XIV 6, 2, später in einem Worte cornucopia; vgl. Amm. Marc. XXII 9, 1), von Hause aus ein griechisches Symbol (κέρας Ἀμαλθείας), das auf die römische Göttin übertragen (wurde und in dem die spätere Legende das von Hercules dem Acheloos abgenommene Horn erkannte. Von einem Cult der C. berichtet nur eine Inschrift zu Avignon (CIL XII 6023): Sex. Veratius | Priscae l. Plothu[s] | Copiae v. s. l. m. Nach der Göttin benannt und also unter ihrem Schutze stehend gedacht sind die Colonien Copia an Stelle von Thurii (im J. 561 = 193) und Lugdunum (im J. 711 = 43), von denen die erste das Füllhorn im Stadtwappen führt (Mionnet Descr. de méd. I nr. 697f.; Suppl. II nr. 872f.). In späterer Zeit tritt C. neben Fortuna und Abundantia in den Hintergrund, ihr Name lebt nur in ihrem Attribute fort.

[Aust. ]