Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band IV,1 (1900), Sp. 798799
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Concha (conca), Muschel, Schnecke. Nach der Muschelform werden so benannt ein einfaches Gefäss für Salz zum Gebrauche bei Tische, Hor. sat. I 3, 14 (zu unterscheiden von dem silbernen [799] salinum, Marquardt-Mau Privatleben der Römer I² 318), für Salbe, Hor. carm. II 7, 23, für Öl, Cato de agri cult. 13, 2: in cellam oleariam haec opus sunt . . . concas maioris II et minoris II. Colum. de r. r. XII 50, 523 Bip.: conchae ferreae quibus depletur oleum. Nach Plin. n. h. XXXIII 88 dienten conchae (wohl natürliche Muschelschalen) zum Auswaschen des fein pulverisierten Berg- oder Kupfergrün (chrysocolla). Nach Iuv. 6, 304 wird bei einem ausschweifenden Gelage der Falernerwein aus grossen Schalen getrunken: bibitur concha, non calicibus, wie der Scholiast hinzufügt. Nach der schneckenförmigen Gestalt wird als c. das Tritonshorn bezeichnet von Verg. Aen. VI 171. Plin. n. h. IX 9 u. a.