RE:Autolykos 4

Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band II,2 (1896), Sp. 2601–2602
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4) Athener, Sohn des Lykon und einer Rhodierin aus dem Gau Thorikos (Schol. Aristoph. Lys. 270. Schol. Plat. Apol. 23 e), als berühmt schöner Knabe der Liebling des reichen Kallias, der nach A.s Siege im Pankration an den grossen Panathenaeen des J. 422 (Ol. 89, 3) das von Xenophon in seinem Symposion beschriebene Festmahl ausrichtete (Xen. Symp. 1, 2. 3. 8. 9 u. ö. in einzelnen Stellen für A. im Altertum citiert, [2602] wiederholt von Athen. V 187 f. 188 a. 216 d. e). Auch künstlerisch ist der Sieg durch eine Statue des Leochares verherrlicht worden (Plin. n. h. XXXIV 79; vgl. Paus. I 18, 3. IX 32, 8). Das Verhältnis des Kallias und A. bot den Komödiendichtern dankbaren Stoff; Eupolis schrieb ein Stück A. (frg. 42–67 Kock), das eine doppelte Aufführung erlebte (420 und 411? Athen. V 216 d; vgl. Kock CAF I 267f.). Nach der Einsetzung der Dreissig und dem Einzug der lakedaimonischen Besatzung in Athen (404) zeigte A. dem lakedaimonischen Harmosten gegenüber unerschrockenen Mut, wurde aber deswegen bald danach durch die Dreissig hingerichtet (Plut. Lys. 15, 5. Diod. XVII 5, 7. Paus. IX 32, 8).