Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Stadt in Serike
Band II,2 (1896) S. 1702
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Asmira, Stadt im nördlichen Teile von Serike (Ptol. VI 16, 6), welche an oder nahe der serischen Handelsroute lag; zu deuten aus zd. *açmairya ,steinig‘ für türkisch qamul ,Kieselgeröll, Steinhaufen‘. Die Stadt Qamul oder sinisch Ha.mi war schon zur Zeit der Dynastie Han unter dem Namen Iʾ.u.hiën einer der wichtigsten, strategischen und commerciellen Knotenpunkte Turkestâns. Ferd. v. Richthofen China I 493 findet A. in Tsië.mo, einem zur Zeit der Han südwestlich vom Lob-nôr bestehenden Orte, dessen arischer Vollname jedoch Čemadhâna gelautet hat; auch lag dieser Ort schon zu nahe an Khuttan, während doch A. auf der Nordseite des serischen Issedon (Ša.čeu) gesucht werden muss. Die Umgegend hiess (Ptol. § 5) Ἀσμιραία χώρα; sie war (§ 2) von den Ἀσμίραια ὄρη umschlossen; aus diesen floss (§ 3) dem Oichardes eine Hauptquelle gegen Südwest zu. Das Gebirge bezeichnet das Ostende des Thiën.šan mit den schmalen und niedrigen Hügelketten gegen Süden; die Oichardesquelle darf auf das Rinnsal von Tughâči bezogen werden, das jetzt im Steppengebiet versiegt, vormals jedoch den Lob-nôr erreicht haben soll.