Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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In Phoinikien
Band II,1 (1895) S. 11171118
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3) In Phoinikien (Ptol. V 15, 21. Plin. n. h. V 74. Hierokl. 716. Steph. Byz. Jos. ant. Iud. I 139. IX 285. Sokr. hist. eccl. VII 36), alte Stadt zwischen Tripolis und Antarados, 16–18 Millien nördlich von Tripolis, 32 Millien südlich von Antarados (Itin. Ant. 148; Hieros. 583), am Fuss des Libanon gelegen (Hieron. quaest. Hebr. in Genes. op. III 321 Vall.), daher Ἀ. ἡ ἐν τῷ Λιβάνῳ (Jos. ant. Iud. I 139). Schon die Völkertafel kennt Arkiter (Genes. X 17). In der Kaiserzeit war es berühmt als Geburtsort des Alexander Severus (Hist. Aug. Alex. Sev. 1. 5. 13. Aurel. Victor Caes. 24). Den Namen Caesarea hatte die Stadt übrigens schon früher: cui duplex Caesarea et Arca nomen est (Aurel. Victor [1118] Caes. 24), Arca Caesarea (Hist. Aug. Alex. Sev. 13), Καισαρεων των εν τω Λιβανω oder Καισαρειας Λιβανου auf Münzen zur Zeit Marc Aurels. Seit Elagabal, wenn nicht schon früher, war die Stadt römische Colonie, auf Münzen Col. Caesaria Lib(ani). Eine auf einen Grenzstreit der Caesarener mit den Gigartenern bezügliche Inschrift s. CIL III 183. Berühmt war auch der Tempel der Venus Arcitis (Macrob. sat. I 21). Noch der arabische Geograph Abulfeda (Syr. p. 11) kennt A. als blühende Handelsstadt; in den Kreuzzügen wurde sie mehrmals belagert. Der Name hat sich bis heute erhalten in einem Dörfchen ʿArḳa in der angegebenen Lage; unweit desselben die Ruinen der alten Stadt bei dem Hügel Tell ʿArḳa. Schürer Gesch. d. jüd. Volkes I 498f. Ritter Erdkunde XVII 808ff. Forbiger Handb. d. alt. Geogr. II 672. Robinson Neuere bibl. Forschungen 746f. 755–759. Renan Mission de Phénicie 115f. Neubauer La Géogr. du Talmud 299. Baudissin Art. Arkier in Herzogs Real-Enc.² I 645f. Furrer ZDPV VIII 1885, 18. Über die Münzen Eckhel III 351. 360–362. Mionnet V 356–358; Suppl. VIII 255–257. Head HN 669.