Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Bischof von Ikonion 374 n. Chr., ein furchtbarer Feind der Arianer
Band I,2 (1894) S. 1937 (IA)
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3) Bischof von Ikonion ca. 374–ca. 394, in langjährigem persönlichen und brieflichen Verkehr mit seinen kappadokischen Landsleuten Basileios – der ihm seine grosse Schrift über den h. Geist und drei kanonische Briefe widmete – und Gregor von Nazianz. Er ist eine der ersten Persönlichkeiten der damaligen griechischen Kirche, ein furchtbarer Feind der Arianer aller Schattierungen und der Messalianer; Theodoret nennt ihn haer. fab. IV 11 einfach ὁ πάντων ἄριστος. Seine hohe philosophische Bildung bezeugt Hieronymus ep. LXX 4 ad Magn. Von seinen Schriften verzeichnet derselbe de vir. ill. 133 nur ein Werk de spiritu sancto – wahrscheinlich aus 3 Büchern bestehend, da Hieronymus als Disposition angiebt, quod ‚Deus‘ et quod ‚adorandus‘ quodque ‚omnipotens‘ sit; dies ist völlig verloren; von anderen Arbeiten sind Fragmente besonders bei Theodoret und Johannes Damascenus erhalten. Am meisten gelesen worden sind die Iambi ad Seleucum, die ein berühmtes Kanonverzeichnis enthalten und grosse formelle Gewandtheit bezeugen. Die dem A. zugeschriebenen Homilien sind von zweifelhafter Echtheit. Opp. ed. Combefis Paris 1644. Migne Patrol. gr. XXXIX.