Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band I,2 (1894), Sp. 1539
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Alkidas. 1) Spartaner, wurde im J. 427 v. Chr. mit einer peloponnesischen Flotte den gegen Athen aufständischen Mytilenaeern zu Hülfe geschickt (Thuk. III 16, 3. 26, 1, vgl. Diod. XII 55, 5), kam aber zu spät und kreuzte ohne Plan und dauernden Erfolg an der ionischen Küste. Von der athenischen Flotte verscheucht kehrte er über Kreta nach dem Peloponnes zurück (Thuk. III 29–33). Darauf wurde er mit Brasidas (s. d.) nach Kerkyra gesendet, um in den dort ausbrechenden Bürgerkrieg einzugreifen. Auch hier handelte A. energie- und erfolglos: er wurde wieder von einem athenischen Geschwader vertrieben (ebd. 69. 76–81). Im J. 426 war A. unter den Führern, welche die neue lakedaemonische Colonie Herakleia Trachinia gründeten (ebd. 92, 5).