Peter Baum (Lasker-Schüler)

Textdaten
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Autor: Else Lasker-Schüler
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Titel: Peter Baum
Untertitel:
aus: Gesammelte Gedichte, S. 148-149
Herausgeber:
Auflage: 1. Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1917
Verlag: Verlag der Weißen Bücher
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Commons
Kurzbeschreibung:
WS Auorenseite: Peter Baum
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[148]

Peter Baum

Er war des Tannenbaums Urenkel,
Unter dem die Herren zu Elberfeld Gericht hielten.

Und freute sich an jedes glitzernd Wort
Und ließ sich feierlich plündern.

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Dann leuchteten die beiden Saphire

In seinem fürstlichen Gesicht.

Immer drängte ich, wenn ich krank lag,
„Peter Baum soll kommen!!“

Kam er, war Weihnachten –

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Ein Honigkuchen wurde dann mein Herz.


Wie konnten wir uns freuen!
Beide ganz egal.

Und oft bewachte er
Im Sessel schmausend meinen Schlummer.

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Rote und gelbe Cyllaxbonbons aß er so gern;

Oft eine ganze Schüssel leer.

Nun schlummert unser lieber Pitter
Schon ewige Nächte lang.

[149]

„Wenn ich Euch alle glücklich erst

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Im Himmel hätte –“


Sagte einmal gläubig zu den Söhnen
Seine Mutter.

Nun ist der Peter fern bewahrt
Im Himmel.

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Und um des Dichters Riesenleib auf dem Soldatenkirchhof

Wächst sanft die Erde pietätvoll.