Neuere Literatur zur Geschichte Englands seit dem 16. Jahrhundert

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Autor: Moritz Brosch
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Titel: Neuere Literatur zur Geschichte Englands seit dem 16. Jahrhundert.
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aus: Deutsche Zeitschrift für Geschichtswissenschaft Bd. 1 (1889), S. 457–462; Bd. 3 (1890) S. 239-243; Bd. 6 (1891) S. 105-112
Herausgeber: Ludwig Quidde
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Erscheinungsdatum: 1889/1890
Verlag: Akademische Verlagsbuchhandlung J.C.B. Mohr
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Erscheinungsort: Freiburg i. Br
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Quelle: Scans auf Commons
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[457]
Berichte und Besprechungen.
Neuere Literatur zur Geschichte Englands seit dem 16. Jahrhundert.

Als R. Pauli vor 31 Jahren des Auftrags der englischen Regierung gedachte, demzufolge eben damals mit Veröffentlichung von Katalogen oder sogenannten Calendern der State Papers begonnen wurde, machte er dazu die Bemerkung, dass solche Regesten dem Forscher, der sich nicht an Ort und Stelle befindet, schwerlich bedeutende Dienste leisten würden. Wie nun die Dinge heute liegen, hat sich diese Bemerkung keineswegs als richtige Prophezeiung erwiesen; vielmehr ist unfraglich, dass für die neuere Geschichte nicht bloss von England, sondern auch der übrigen europäischen Staaten eben in diesen Calendars eine Fundgrube vorliegt, die trotz der Mängel, welche ihr anhaften, alles übertrifft, was auf dem Continent für Aufschliessung der Quellen neuerer Geschichte gethan wurde. Ein das Wichtigste knapp zusammenfassender Bericht über Publicationen zur Geschichte Englands seit Ausgang des Mittelalters ist daher, wie billig, mit dem Hinweis auf diese Sammlung zu beginnen, die uns in der Abtheilung für innere Politik (Domestic Series) in ununterbrochener Folge durch die Jahre 1547 bis 1644 leitet, dann die Jahre der Republik und des Protectorats (1649—1659) umfasst und hierauf die Zeit Karl’s II. bis 1668 in sich begreift. Diese Domestic Series zeigt demnach eine Lücke: die Jahre des Bürgerkrieges waren zunächst ausgefallen; doch ist ihre Bearbeitung neuerdings in Angriff genommen worden. Ergänzung und einstweiligen Ersatz hierfür wird die von Gardiner besorgte und von der Clarendon Press schon in Druck genommene Urkundensammlung zur Geschichte der puritanischen Revolution bieten. Die einschlägigen Serien zur schottischen, irischen und Colonialgeschichte seien hier im Vorübergehen erwähnt. Von grösstem Belang für Erkenntniss des Ganges europäischer Geschichten ist die Foreign [458] Series, welche bei der Regierung Eduard’s VI. beginnt und für die Elisabeth’s leider nur bis 1578 gediehen ist. Man darf hoffen, dass die Fortsetzung, Dank dem Geiste weitherziger Liberalität, der das Gebahren der englischen Regierung auszeichnet, in stetiger Folge wird ermöglicht werden. — Ausserdem wurden separat die spanischen Papiere von Bergenroth und Gayangos, die venetianischen bis zum Jahre 1558 von Rawdon Brown veröffentlicht, mit dessen Tode die Aussicht auf weitere Publication der letzteren wohl geschwunden ist.

An der Schwelle der neueren Geschichte von England begrüsst oder schreckt uns eigentlich die Gestalt König Heinrich’s VIII. Das Material für dessen Geschichte ist in den letzterschienenen Bänden des Regestenwerks von Gairdner[1] bis Ende des Jahres 1536 geführt worden. Man kann nicht sagen, dass die Aufschlüsse, welche der 10. Band bringt, in wesentlichen Dingen zu einem Urtheile berechtigen, das nicht ebenso gut aus den von Froude benutzten Acten (abgesehen von der in Betreff Heinrich’s ganz verfehlten Darstellung Froude’s) oder auf Grund des ungemein schätzbaren Friedmann’schen Buches über Anna Boleyn zu schöpfen wäre. Allein wenn von Gairdner nicht immer Neues geboten werden konnte, so entschädigt er vollauf durch schärfere Beleuchtung des Alten, durch kritische Erhärtung oder Beseitigung des Bekannten. Reichliche Belege zur Charakterzeichnung Heinrich’s fehlen in dem Bande nicht, aus dem zur Evidenz hervorgeht, dass der Grundzug im Wesen dieses Königs, wie es Gairdner ganz richtig ausdrückt, die Brutalität war.

Ins Fach der darstellenden Geschichte schlägt eine Monographie über den Klostersturm in Heinrich’s Zeit, die auf Befehl des Papstes Leo XIII. geschrieben und Sr. Heil. gewidmet wurde[2]. Dieselbe unterwirft die Berichte der königl. Commissarien, die zur Untersuchung der Klosterzustände ins Land gesendet worden, der kritischen Prüfung und spricht ihnen alle Glaubwürdigkeit ab. Es heisst dies sicher zu weit gehen; denn was auch im Auftrage von Th. Cromwell über die Klöster gelogen und wie sehr auch der in denselben vorherrschende Sittenverfall übertrieben wurde, ganz erdichtet waren diese Commissionsberichte nicht, und so ganz fleckenrein, wie Gasquet den Wandel der Mönche und Nonnen schildert, war er keineswegs. Bezeichnend für des Verf. Anschauungen ist der Umstand, dass er sogar für Elisabeth Barton, die Nonne von Kent, eine Lanze bricht: sie habe richtig prophezeit, dass Heinrich keine 6 Monate mehr nach [459] seiner Heirath mit Anna Boleyn König sein werde; denn trotzdem er noch 14 Jahre darnach regierte, sei er als Gebannter nicht de jure, sondern nur thatsächlich König gewesen.

Ueber Elisabeth’s Zeit erhalten wir in einem mässigen Bande die zusammenfassende Darstellung der mächtigen geistigen Bewegung, die während der Herrschaft der grossen Frau sich entwickelt und an unerreichten Meisterwerken ein Ewiges zu Tage gefördert hat[3]. Das Buch ist das Ergebniss 25jähriger Studien und für deutsche Forscher, denen es biographische und literargeschichtliche Einzelheiten über Lebensgang wie Leistungen auch der Grössen zweiten Ranges bietet, von besonderem Werth. Wer darin nach Auskunft über die lärmmachende Shakespeare-Bacon-Controverse sucht, wird freilich enttäuscht werden; Verf. thut dieselbe mit den treffenden Worten ab: „Was Shakespeare-Bacon-Theorien und ähnliche Gattung von Thorheit betrifft, sind sie kaum der Erwähnung werth.“

Für die Geschichte der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts ist gesorgt durch das monumentale, die Auffassung dieser Zeit für Menschenalter abschliessende Werk des Sam. Raws. Gardiner, welches in den bis jetzt veröffentlichten elf Bänden bis 1648 reicht; ein weiterer Band, der die Jahre 1644 bis 1647 enthält, ist unter der Presse[4]. — Ueber eine Episode der puritanischen Revolution hat sich, angeregt durch einen vor zwei Jahren erschienenen Aufsatz der Quarterly Review, eine ziemlich heftige Polemik entwickelt und seither in der English Historic. Review fortgesponnen. Es betrifft den im Jahre 1655 versuchten und unterdrückten royalistischen Aufstand, von dem einerseits bestritten wird, dass er wirklich vorgekommen sei: Cromwell habe ihn hervorzurufen Anstalt getroffen und dann als einen wirklich bedrohlichen vorgeschützt, um Repressivmassregeln gegen die Royalisten zu beschönigen. Andererseits wird geltend gemacht, es sei dies eine willkürliche, auf falscher Deutung von Stücken in Thurloe’s Collection of State Pap. beruhende Annahme. Die Entscheidung steht noch aus, und die Wahrheit mag vielleicht in der Mitte liegen: Cromwell wird das Seinige gethan haben, die Royalisten zu ihrem Aufstandsversuch zu provociren; aber diese haben in der That ihr Glück versucht und sind keineswegs so unschuldig als die Sünder hingestellt worden, die man zu Paaren treiben müsse. — Das Quellenmaterial zur englischen Geschichte des 17. Jahrhunderts ist von der Oxforder Clarendon Press vermehrt worden um eine neue, endlich nach Grundsätzen moderner Kritik besorgte Ausgabe von Clarendon’s berühmtem Buche und um die Edition [460] der Oxforder Universitätsstatuten von 1536, die unter dem Namen Erzbischof Lauds gehen[5], aber das Werk commissarischer Berathungen sind, denen ältere Statuten unterworfen wurden. Lob und Tadel, welche diese Feststellung von 1536 verdienen mag, treffen demnach weniger den Erzbischof, als die Universitätskörperschaften, die er mit Bearbeitung der Sache betraut hatte.

Die Geschichte des Hauses Stuart ist heutzutage in England auf die Initiative hoher Kreise fasbionable geworden. Ein soeben erschienenes, sehr lesbares und stellenweise auf selbständiger Nachforschung beruhendes Buch dürfte — wenn anders es Erfolg hat — geeignet sein, die hitzige Parteinahme für die Stuarts etwas abzukühlen[6]. Was der Verf. darin von Jacob I. sagt, ist freilich, wenn gut, nicht neu und viel besser bei Gardiner zu finden, wenn neu, schwerlich stichhaltig. Auf eine Bereicherung historischer Kenntniss laufen die Mittheilungen hinaus, die von dem Gerichtsgang wider die Theilnehmer an der Monmouth-Rebellion gegeben werden: sie vermehren das urkundliche Substrat der grauenhaften Schilderungen, die von diesen Scheusslichkeiten und Justizmorden bei Macaulay zu lesen sind. — Der zweite Band von Law’s Geschichte des Palastes von Hampton Court enthält die Palastgeschichte während der Stuart-Zeit; er bietet Anregendes über die politischen Vorgänge und die Gestaltung des Hoflebens innerhalb desselben. Law erzählt solches gut[7]; aber Evelyn und Pepys, die lebendigen Zeugen des Privatlebens und der Geheimgeschichte des Stuart’schen Hofes, erzählen weit besser.

Von Lecky’s Geschichte Englands im 18. Jahrhundert sind voriges Jahr zwei weitere Bände, der 5. und 6., erschienen. Sie umfassen die Zeit von 1784 bis 1793 und reihen sich den früheren Bänden als würdige Fortsetzung an. Es ist sehr zu bedauern, dass die deutsche Uebersetzung dieses gediegenen Buches allem Anschein nach ins Stocken gerathen ist. — Für Auffassung englischer Geschichte zur Zeit des spanischen Erbfolgekrieges eröffnet Elliot’s Leben Godolphin’s neue Gesichtspunkte[8]. Es steht abzuwarten, ob sie sich auch als die richtigen bewähren. Was der Verf. über den offenbaren Verrath sagt, den Godolphin und Marlborough im Jahre 1694 [461] durch Bekanntgeben der Expedition von Brest an den Hof von S. Germain begangen haben, scheint keineswegs geeignet, das von Macaulay gefällte strenge Urtheil über den Vorgang zu widerlegen. Und wenn er mit Burton in dem Lobe der Haltung übereinstimmt, die Godolphin der vom schottischen Parlament votirten Sicherheitsacte gegenüber angenommen hat: so wissen wir aus Noorden, Europ. Gesch. im 18. Jahrhund. I, 511 ff., dass diese Haltung des Schatzkanzlers mit nichten auf dessen ausserordentliche Sagacität zurückzuführen, sondern der Verlegenheit entsprungen und die Folge der von ihm selbst begangenen Fehler und Missgriffe gewesen ist. — Eine nicht bloss für Literaturgeschichte wichtige Publication liegt mit der Ausgabe der Briefe David Hume’s an W. Strahan vor[9]. Weniger die Briefe selbst, so hochinteressant sie sind, als die denselben vom Herausgeber angefügten Erläuterungen bieten eine Fülle kostbarer, grösstentheils aus erster Quelle geschöpfter Nachrichten zur Geschichte der englischen Politik und ihrer namhaften Vertreter, des gesellschaftlichen Lebens und Treibens, der Entwicklung von Handel und Finanz, von Kunst und Wissenschaft. Birkbeck Hill, der seiner Zeit durch eine mit ausserordentlich gelehrtem Apparat versehene Edition von Boswell’s Johnson Aufsehen erregt hat, ist ein Herausgeber vom Schlage des Florentiner Mehus, der im vorigen Jahrhundert die Briefschaften Ambrogio Traversari’s und anderer Notabilitäten der Renaissance edirte und mit so ausführlichen, grundgelehrten Commentaren versehen hat, dass diese seine Ausgaben noch heutzutage einer Fundgrube solidesten Wissens über die Renaissancezeit gleichzusetzen und dem Forscher unentbehrlich sind. Dasselbe wird, aufs 18. Jahrhundert bezogen, von Hill’s Ausgabe der Hume'schen Briefe zu sagen sein.

Die geschichtliche Entwicklung der irischen Frage von der Reformationszeit bis auf Irlands Union mit England (1801) ist dem deutschen Publicum aus dem vortrefflich gearbeiteten Compendium Hassencamp’s ersichtlich[10]. Wer der Sache tiefer auf den Grund gehen und den Verlauf der irisch-englischen Wirren bis in früheste Zeit verfolgen will, sei hier auf ein Buch verwiesen, das ursprünglich aus Vorlesungen entstanden, aber durchweg auf umfassende Quellenforschung gegründet ist[11]. Richey’s Vorlesungen sind ursprünglich in den Jahren 1869 und 1870 veröffentlicht worden: die eine Serie derselben bis 1534, die andere bis zur Ulster-Siedelung [462] reichend. Sie liegen jetzt, nach dem Tode des Verfassers, zu einem einheitlichen Ganzen vereinigt vor und bieten eine Geschichte des irischen Volkes von allem Beginn historischer Kenntniss bis zum Abschluss der Tudor-Epoche, also eine Geschichte fortwährender Kämpfe nicht bloss zwischen Iren und Engländern, sondern auch zwischen den englischen Siedlern und der ihnen stets misstrauenden, oft entgegenwirkenden heimischen Regierung. Der Verf. hat mit dieser seiner Arbeit gezeigt, dass strenge Wissenschaftlichkeit bei vollendet künstlerischer Form der Darstellung bestehen kann; er hat zugleich, was in Betreff Irlands so ungemein schwierig ist und bisher wenigstens nicht geleistet wurde, Licht und Schatten völlig unparteiisch zwischen den Streitenden getheilt. Amtliche Proklame, erflossene Gesetze und Anordnungen, überhaupt Regierungsacte, und ebenso Kundgebungen von regierungsfeindlichen Parteien behandelt er nach dem Grundsatze, dass sie keineswegs unanfechtbaren Beleg von Thatsachen bieten, sondern volles Vertrauen nur in den Punkten verdienen, welche die Regierung oder die Parteien gegen sich selbst entweder direct aussagen oder indirect zugestehen. Es wäre sicherlich nicht vom Uebel, wenn die historische Forschung auch in anderen als irischen Dingen von diesem Grundsatz öfter, als gemeiniglich der Fall ist, Gebrauch machte.

Wollte man diesen Grundsatz an Beurtheilung der Briefschaften O’Connell’s legen, die nun in zwei Bänden gesammelt vorliegen[12], so würde die Gestalt des grossen Agitators vielleicht manches von dem Zauber einbüssen, den sein Anhang und seine kleinen Nachfolger um sie gebreitet haben, und manches an echter Grösse wie an rein menschlicher Gemüthstiefe gewinnen. Richtig gelesen ergeben die O’Connell’schen Briefe die nicht wegzuleugnende Thatsache, dass die Haltung des Mannes während seiner Kämpfe für die Katholikenemanzipation bis zur Durchführung derselben im Jahre 1829 eine völlig untadelhafte und vorwurfsfreie gewesen ist, dass aber nachher sein plötzliches Eintreten für den Widerruf der Union aus nicht ganz und gar lauteren Beweggründen sich erklären und zum Theile auf die sonst bei ihm nie zu Tage tretende Einwirkung des Egoismus sich zurückführen lässt. Uebrigens zeigt uns die Lectüre dieser Briefe aufs klarste, dass von einer Analogie zwischen den Bestrebungen O’Connell’s und der Methode, wie er sie durchgeführt hat, auf der einen, und den Bestrebungen Parnell’s und der Landliga auf der anderen Seite, nur sehr bedingt die Rede sein kann.

Venedig, im Febr. 1889.
M. Brosch.


[239]
Neuere Literatur zur Geschichte Englands seit dem 16. Jahrhundert.

Als das wichtigste im Jahreslauf erschienene Buch der neueren historischen Literatur von England ist der 2. Band von Gardiner’s Geschichte des Bürgerkriegs zu betrachten[13]. Der Hauptvorzug derselben besteht wohl darin, dass Verf. den Zusammenhang der Schottischen und Englischen Verhältnisse, der auf den Gang des Krieges so mächtigen Einfluss übte, nun völlig klar herausgearbeitet hat. Der Band schliesst mit Uebergabe des Königs durch die Schotten an die Parlamentskommissäre, einen Act, der zu den heftigsten Vorwürfen an Schottische Adresse benutzt wurde. Unbefangen beurtheilt stellt er sich als Folge der schiefen Stellung dar, die der König und die Schotten einander gegenüber von vornherein angenommen haben. Ueber Zusammensetzung der Armee des „neuen Modells“, über die Truppenzahl, die beiderseits in der Entscheidungsschlacht von Naseby ins Gefecht kam, die militärischen und politischen Vorgänge nach der Schlacht werden uns von Gardiner neue, wohl für immer feststehende Aufschlüsse gegeben. Von Belang ist auch, was Verf. bezüglich des Glamorgan-Vertrages mit den rebellischen Iren in Evidenz bringt: der König hatte ein Recht, Glamorgan zu verleugnen, denn es war dieser über seine Instructionen hinausgegangen; aber die Vollmacht, die ihm königlicherseits ertheilt war, stellt sich doch als eine zu weitgehende dar, und die Wahl eben dieser Persönlichkeit zum Unterhändler als eine geradezu ungeschickte, wie es diejenige Digby’s zum Rathgeber des Königs war. — Die Aufhellung eines der dunkelsten Punkte in der Geschichte der Puritanischen Revolution, der Finanzwirthschaft des langen Parlamentes, hat sich die um Edition [240] der State Papers aus Zeit der Republik und Karl’s II. hochverdiente Mary Anne Everett Green mit einer neuen Regestensammlung zum Ziele gesetzt[14]. Soweit die Arbeit gediehen ist, bietet sie uns freilich keine ausreichende Einsicht in die Finanzpolitik und Verrechnungspraxis des langen Parlamentes, aber kostbare Einzelheiten über die Geldgebarung desselben. Noch während des vorigen Jahres wurde von Everett Green’s Calend. of State Pap. Domest. Ser. ein Schlussband herausgegeben[15]; er reicht bis zur Restauration (1660). Man kann nicht sagen, dass er über die Ursachen, die zum Falle der Republik geführt haben, viel neues Licht verbreitet; es wird darin mehr der Gang der republikanischen Verwaltung ins Auge gefasst und des näheren verfolgt. Doch fehlt es nicht an zum Theil kostbaren Notizen, welche die Pläne des noch exilirten Stuarthofes aufdecken und über den Bruch Monk’s mit dem Rumpf des Parlamentes wesentlich Neues enthalten.

In die Zeit Heinrich’s VIII. und auf einen der vielen empörenden Gewaltschritte dieses Königs führen uns zwei von klerikaler Seite erfolgten Veröffentlichungen[16]. Es schlagen freilich beide in den Bereich der Parteischriften; allein dies benimmt ihnen nichts an historischem Werthe, da sie doch nur für die Partei das Wort nehmen, der von Heinrich in dem Falle schreiendes Unrecht widerfahren ist. Es handelt sich um die im Jahre 1585 vorgekommene Hinrichtung von Karthäusermönchen, die sich geweigert hatten, dem Papste abzuschwören und den König als Haupt der Kirche zu erkennen. Eine Geschichte ihres Klosters bietet die eine dieser Veröffentlichungen, während die andere den Wiederabdruck eines dem Ereignisse gleichzeitigen Pamphlets gibt. — Auf die Regierungszeit Heinrich’s VIII. bezieht sich auch die von E. E. Bapst verfasste Monographie über die Heirathen König Jacob’s V.[17] Sie enthält die Geschichte der Heirathsabenteuer dieses Fürsten, die in Frankreich spielen, aber auf Englische und Schottische Sitten und Unsitten der Zeit, wie auf das Eingreifen der Diplomatie in den Gang dieser Affairen manch grelles Schlaglicht werfen. Bapst’s Darstellung ist sachlich und mehr als [241] nöthig trocken gehalten; anregend und lebensvoll klingen nur die Stellen, die er aus gleichzeitigen, bisher wenig oder gar nicht benutzten Briefen in den Anmerkungen gibt.

Die Reihe der auf populäre Wirkung berechneten, aber zumeist von gewiegten Fachmännern besorgten Einzeldarstellungen zur neueren Geschichte ist jüngsthin vermehrt worden um Ward’s Geschichte der Gegenreformation und Airy’s Geschichte der Englischen Restauration unter Karl II.[18] Was erstere betrifft, ist nicht zu bestreiten, dass sie klar und lichtvoll die Ursachen darlegt, welche der Gegenreformation zu ihren Erfolgen verholfen oder mancher Orten unübersetzbare Schranken gezogen haben; an Airy’s Monographie mag in den Theilen, welche die Politik Ludwig’s XIV. zeichnen, einiges auszusetzen sein; ganz vorzüglich gelungen ist aber die Parthie derselben, die den verlotterten Karl II., wie er England missregiert, verkauft und verräth, nach Gebühr durch die Hechel zieht.

Zwei hervorragende Frauen neuerer Zeit haben jüngsthin in England die eine abermals einen Ankläger, die andere einen Retter gefunden. Henderson will uns die Echtheit der Kassettenbriefe beweisen, womit, wenn es mit dem Beweise seine Richtigkeit hätte, der ohnedies zweifelhafte gute Ruf der Maria Stuart vollends in die Brüche ginge; Jeaffreson gibt uns eine Rettung der Königin Maria Karolina von Neapel[19]. Doch Beweis wie Rettung sind gleichermassen für misslungen anzusehen, da beiderseits mehr denn eines der Glieder in der Kette der Beweisgründe mangelt. Von Jeaffreson’s Buche ist jedoch hervorzuheben, dass es geschickter behandelt und ernster zu nehmen ist, als die in Oesterreich von Helfert in die Hand genommene Ehrenrettung Karolinens; es ist[WS 1] namentlich durch das Detail von Werth, das Verf. über die Beziehungen Nelson’s und der Englischen Regierung zur Neapolitanischen Königin beibringen konnte.

Wem es darum zu thun ist, die Darstellung, welche Lecky im 3. und 4. Bande seines monumentalen Werkes über den Abfall der Amerikanischen Colonien vom Mutterlande gibt, zu controlliren, der kann sich an dem Buche Doniol’s Raths erholen[20]. Er wird finden, [242] dass Lecky’s Standpunkt durch die jetzt gebotene reichliche Actensammlung vielleicht genauer präcisirt, aber doch im Ganzen vollauf gerechtfertigt wird. Die Rolle, die Frankreich im Laufe des Amerikanischen Unabhängigkeitskrieges gespielt hat, die rastlos auf Englands Erniedrigung, auf Zerfleischung der Engländer untereinander gerichtete Politik des Französischen Ministers Vergennes, die zweideutige Art, wie das Versailler Cabinet in den Gang der Friedensverbandlungen eingegriffen hat: alles dieses steht jetzt so fest, dass jeder Versuch, zu den alten Fabeln zurückzukehren, aussichtslos geworden ist. Der Bewunderung, die von Doniol dem Grafen Vergennes gezollt wird, thut das freilich keinen Eintrag: es lag etwas von gesunder nationaler Selbstsucht an dem Verfahren dieses Ministers; krankhaft war daran nur das Bestreben, den ihm nicht an Macht, aber an Schlauheit überlegenen Amerikanern einreden zu wollen, dass sie Frankreich weit mehr verpflichtet seien, als dies wirklich der Fall war. — Einen anderen werthvollen Beitrag zur Englischen Geschichte verdanken wir gleichfalls Französischer Hand[21]: es ist die Depeschensammlung Odet de Selve’s, Botschafters in England am Hofe Heinrich’s VIII. und Eduard’s VI. Sie bringt ausführliches, beinahe erschöpfendes Material zur äusserst wünschenswerten Klarstellung der Schottisch-Englischen Wirren jener Zeit, aber sehr wenig über die Zustände im Innern von England.

Der augenblickliche Stand der Irischen Frage macht es erklärlich, dass die geschichtlichen Voraussetzungen, aus denen sie sich entwickelt hat, zu einem Gegenstande theils gründlicher Untersuchung, theils oberflächlicher Betrachtung geworden sind. Als Frucht solcher ergibt sich dann eine Geschichtsdarstellung, die zumeist parteiisch angehaucht und selten objectiv gehalten ist. Ein Muster tendenziöser Auffassung liegt in den zwei Capiteln Irischer Geschichte vor, die von Ingram erzählt werden[22]. Sie beziehen sich auf das von Jacob II. im Jahre 1689 einberufene Irische Parlament, an dem auch nicht ein gutes Haar gelassen wird, und auf den Bruch der Capitulation von Limerick, den Verf. zu rechtfertigen sucht. Kann man ihm, was das Parlament von 1689 betrifft, einigermassen und sehr bedingt zustimmen, so muss man doch gegen die förmliche Glorificirung des Vertragsbruchs, zu welcher er im Punkte der Limerick-Capitulation sich aufschwingt, Verwahrung einlegen.

Das Leben eines gefeierten Irischen Patrioten des vorigen Jahrhunderts, Henry Grattan’s, bringt uns Rob. Dunlop so rein objectiv [243] zur Anschauung, dass man dieses sein Buch in der That einem kostbaren Beitrag zur Geschichte von Irland wie England gleichsetzen wird[23]. Dunlop ist es gelungen, die Rückwirkung der Englischen Parteiverhältnisse der Whigs und Torries auf die irische Politik im Einzelnen nachzuweisen, der Haltung von Pitt und Fox gleichermassen gerecht zu werden, wobei freilich der letztgenannte nicht zum besten wegkommt, und die Stellung seines Helden Grattan in dem Parteigewirre vom richtigen Augenpunkte aus zu zeichnen. Dabei verfällt er nie in den panegyrischen Ton: die schweren Irrthümer, die auch Grattan nicht abzusprechen sind, werden nicht beschönigt, die hohen Verdienste, die er sich um Land und Volk von Irland erworben hat, nicht verkleinert.

Nachträglich wäre zu erwähnen, dass ein Band der bei Fisher Unwin illustrirt erscheinenden Geschichte der Nationen die der Irischen umfasst[24]. Derselbe empfiehlt sich nach Inhalt und Ausstattung als lebendig gehaltene, sehr lesbare Compilation, deren Verfasserin uns eine zur Orientirung taugliche Rundsicht über das Schicksal Irlands vom Beginne historischer Kenntniss bis auf die Gegenwart bietet.

Venedig, im October 1889.
M. Brosch.


[105]
Berichte und Besprechungen.
Neuere Literatur zur Geschichte Englands seit dem 16. Jahrhundert.

Ein Rückblick auf die wichtigeren Erscheinungen der Literatur über Englands neuere Geschichte muss sich zuförderst auf die unentbehrliche Sammlung der State Papers lenken. Im Jahre 1890 war die Vermehrung derselben eine weniger durch Zahl der Bände, als durch Gewicht ihres Inhalts ganz ansehnliche. Die Domestic Series ist um die Papiere von 1645 auf 1646, durch Hamilton edirt, bereichert worden[25] : sie enthalten neue Aufschlüsse über den Lauf der Kriegsereignisse, wie über das Bestreben Karl’s I. und seiner Gemahlin, welche gegen die puritanische Armee auswärtige Hilfsvölker aufbieten wollten. — Einen andern Beitrag zur Geschichte der puritanischen Revolution lieferte M. A. Green, die Herausgeberin der Papiere des Comités für Geldvorschüsse im langen Parlament : sie hat nun die Papiere der Commission, welche mit royalistischen Delinquenten behufs ihrer Freisprechung um Geld zu verhandeln hatte, erscheinen lassen[26]. Zusammengehalten mit Green’s früherer Publication bietet uns diese neue wohl das ganze zur Zeit vorräthige Material, das in die finanzielle Gebahrung der Revolution Einsicht gewährt. — Die constitutionellen Urkunden, welche auf den Gang der Revolution Bezug haben, liegen jetzt in einem Bande vereinigt vor: der Name des Herausgebers, S. R. Gardiner bürgt für die Vortrefflichkeit der Edition[27]. — In der Colonial-Series hat Sainsbury die auf Amerika [106] und Westindien bezüglichen Staatspapiere fortgesetzt und vom Jahre 1669 bis 1674 geführt[28]: sie enthalten schätzenswerthe, auch nach Bancroft ins Gewicht fallende Beiträge zur Colonialgeschichte, und das zu einer der wichtigsten Epochen derselben. — Eine neue selbständige Serie der State Papers scheint mit Publication der Register des geheimen Rathes aus den Jahren 1542—1547 eröffnet zu sein [29]: sie stellen nun ausser Zweifel, dass Heinrich VIII. gegen Schluss seiner Regierung sich ganz entschieden der protestantischen Seite zuneigte. — Aus Rawdon Brown’s Nachlass hat G. C. Bentinck einen 7. Band Venetianischer Staatspapiere, die Jahre 1558—1580 umfassend, erscheinen lassen[30] — Die neue Folge der zur Veröffentlichung gelangenden Staatsprocesse umfasst in einem zweiten Bande die während der Jahre 1823—1831 vorgekommenen Fälle[31]. Der wichtigste darunter ist wohl der O’Connell’s; ausserdem stossen wir auf vier Libellprocesse, deren seltsamster die Drucklegung von Byron’s Vision of Judgment durch John Hunt betrifft. — Eine andere wichtige Sammlung von Staatspapieren ist Referenten lediglich aus der Besprechung in der Academy, Aug. 2, 1890 (n. 952) bekannt[32]). Sie bezieht sich, in Calcutta erscheinend, auf die Regierung Ostindiens unter Warren Hastings, über dessen Thätigkeit sie zum Theile ganz neue Aufschlüsse bringen soll.

Die Zeit der Herrschaft des Tudorgeschlechtes betreffend wäre in erster Linie der Abschluss von Bagwell’s Werk über die Irische Geschichte jener Tage zu erwähnen. Der ausgegebene 3. Band[33] umfasst die letzten zweieinhalb Jahrzehnte der Tudorzeit und ist durch die gleichen Vorzüge wie die früheren Bände ausgezeichnet. Die Unparteilichkeit, die ebenso umfassende, als tiefgehende Sachkenntniss des Verfassers lassen die unvermeidlichen Fehler, in die er verfallen ist, als leicht und nebensächlich erscheinen. — Ueber Kirche und Staat unter den Tudors liegt ein Buch von Gilbert Child vor[34]: es [107] enthält 281 Seiten Text und 146 Seiten Documente. Die Auswahl der letzteren ist als eine glückliche zu bezeichnen; die Verwerthung derselben zum Zwecke der ihnen vorausgeschickten Darstellung ist es nicht immer. Am bedenklichsten geht des Verfassers Einleitung, welche die Beziehungen zwischen Staat und Kirche vor der Reformation erörtert, in die Irre. Dagegen ist seine Auffassung der Tudorzeit eine im ganzen correcte, wie auch im einzelnen selten anfechtbare. — Die seit Milton’s Zeit oft ventilirte Frage nach Entstehung und Quellen des Common Prayer Book der Staatskirche wird vielleicht zur Ruhe gebracht sein dank den kürzlich veröffentlichten Arbeiten zweier Katholiken, Gasquet und Bishop[35]. Wie freilich schon ehedem feststand, aber nicht so unzweifelhaft klar bewiesen wurde, hat Cranmer bei Abfassung des Comm. Pr. B. doch zumeist katholische Muster zu Grunde gelegt, in erster Linie das Brevier des Cardinals Quignon. Die Verfasser bringen jedoch zur Evidenz, dass er sich nicht sklavisch an seine Originale gehalten habe und die schönsten Bestandtheile des Gemeinen Gebetbuchs in der That seinem ebenso kritischen, als in sprachlichen Dingen feinfühligen Verfahren zu danken sind. — Einen wichtigen Beitrag zur Geschichte der Renaissance und Reformation gibt Hume Brown mit einer Biographie Georg Buchanan’s[36], des heftigen Gegners der Maria Stuart, dem ihr Sohn seine gelehrte Erziehung zu verdanken hat. Der Verfasser hat die Gestalt seines Helden und dessen zum Theile abenteuerlichen Lebenslauf in ein klares Licht gestellt; man wird vom parteiischen Standpunkt aus, wie ihn die jüngsten Vertheidiger der Maria Stuart einnehmen, den Ausführungen H. Brown’s gar manches, aber vom Standpunkt einer nüchternen Kritik sehr wenig entgegensetzen können. — Die gleichzeitigen Aussagen über den bittern Streit, der im Schoosse der Englischen Katholiken während der letzten Jahre von Elisabeth’s Regierung ausgebrochen ist, hat Th. G. Law gesammelt[37]: er sendet seinen Actenstücken eine sehr gelungene Einleitung voraus, welche Ursprung wie Verlauf dieses Streites bei aller Knappheit der Darstellung aufs deutlichste hervorkehrt.

Ueber die Misshandlung der Arabella Stuart durch Jakob I. verbreitet sich ein von einer Dame geschriebenes Buch, welches das Leben Arabella’s zum Gegenstand hat[38]. Die Verfasserin hat neues [108] Material zur Beleuchtung des Falles herangezogen und lasst keine Entschuldigungsgründe für des Königs Betragen gelten. Sie mag in dieser Richtung etwas zu weit gegangen sein und die augenblickliche politische Lage, die sich für Jakob derzeit bedenklich anliess, nicht in Rechnung gezogen haben. Allein der Hauptsache nach hat Verfasserin ohne Frage Recht: was immer eine dem Könige günstige Geschichtsschreibung vorbringen mag, das Urtheil Hallam’s steht dessfalls noch heute unerschüttert fest; es lautet (Constit. Hist. I, ch. 6): „Die Behandlung Arabella’s zählt zu den grausamsten Massregeln des Despotismus, auch wenn sie nicht eine grobe Verletzung des Englischen Rechtes wäre.“ — Ein Buch über die Stuart-Dynastie gibt Aufschlüsse über den Versuch des Sohnes Jakob’s II., die Krone dem Hause Hannover im Jahre 1715 zu entreissen[39]. Der Verfasser konnte mit Erlaubniss der Königin einen Theil der in Windsor befindlichen Stuart Papers veröffentlichen, insbesondere Briefe des Prätendenten, des Herzogs von Berwick und Bolingbroke’s. Der Charakter dieser drei Persönlichkeiten, wie er gemeiniglich aufgefasst wird, tritt aus dieser ihrer Correspondenz scharf und deutlich hervor: was wir von ihnen wissen, wird im einzelnen vielleicht näher präcisirt, aber grundsätzlich neuerdings bestätigt.

Eines der interessantesten Capitel Irischer Geschichte bezieht sich auf die Universität Dublin, von deren historischer Entwicklung J. W. Stubbs (nicht zu verwechseln mit seinem berühmten Namensvetter, Bischof Will. Stubbs) eine Darstellung liefert[40]. Das Buch entbehrt nicht werthvollen, theilweise bisher unbekannten Materials. Allein die Verarbeitung lässt manches zu wünschen und ein vollständiges Bild des Universitätslebens bietet sie nicht. — Fast ausschliesslich auf Irische Geschichte hat die Correspondenz zwischen Pitt und dem Herzog von Rutland Bezug, die ehedem nicht in den Buchhandel gekommen war, jetzt aber in einer neuen allgemein zugänglichen Ausgabe vorliegt[41]. Vorwiegend die Frage der Handelsunion zwischen Irland und England lässt sich auf Grund dieses Briefwechsels ins Detail verfolgen.

Lord Chesterfield’s einst vielgelesenen Briefen an seinen natürlichen Sohn wurden jetzt die Schreiben angereiht, die er an sein Pathenkind [109] Philipp, den legitimen Erben seines Namens, gerichtet hat[42]. Sie sind in einer ausserordentlich luxuriösen Ausgabe erschienen und zeigen den berühmten Verfasser eben nicht von einer andern Seite; enthalten aber werthvolle Mittheilungen sowohl über die geistigen Bestrebungen der Zeit, als auch über hervorragende Persönlichkeiten derselben, wie z. B. Bolingbroke’s, des ältern Pitt, Garrik’s und anderer.

Mit den jüngst erschienenen Bänden 7 und 8 ist Lecky’s classisches Werk zum Schlusse gelangt[43]. Wie in den frühern Bänden gönnt Verfasser auch den Gegnern seiner Ansichten das Wort und verhüllt keine der Thatsachen, die seinen Schlussfolgerungen widersprechen oder zu widersprechen scheinen. Abgesehen von der höchst gediegenen Auffassung, die im ganzen Verlauf seiner Arbeit ihm kaum jemals versagte, hat er diesmal auch unbenutzte Quellen erschlossen und aus denselben mit voller Hand geschöpft. Die von Referent in einem früheren Berichte (Bd. 1 S. 460) geäusserte Klage, dass die Deutsche Uebersetzung des Lecky’schen Buches mit dem 4. Bd. ins Stocken gerathen ist, wäre hier verstärkt zu wiederholen.

Zur Geschichte der actuellen Wirksamkeit des Parlamentarismus in England ist das Buch von Todd, dessen 2. Bd. erschienen ist[44], auch nach Gneist’s bahnbrechenden Arbeiten in diesem Fache von vorspringender Wichtigkeit. Für diejenigen, welche die Geschäftsordnung und deren Anwendung, wie überhaupt die Functionen des Englischen Parlaments oder die organischen, von den festländischen so grundverschiedenen Einrichtungen des Englischen Staates genau kennen lernen wollen, bildet Todd einen niemals seinen Dienst versagenden Führer.

Ein Leben Lord Beaconsfield’s verdanken wir der Feder keines geringeren als Froude[45]. Es ist in der anregenden Art erzählt, welche diesem durch Formvollendung ausgezeichneten Historiker eigen ist. Dabei geht es aber in die Tiefe, unter Benützung handschriftlichen, wohl nur den wenigsten zugänglichen Materials.

Die seit einigen Jahren in England aufgekommene Mode, historische Einzeldarstellungen, sofern sie sich auf eine bestimmte Kategorie von Ereignissen oder Persönlichkeiten beziehen, in allmählig erscheinenden Serien zu verbinden, war und ist vom besten Erfolge. Serie [110] reiht sich an Serie, ein Band dieser volksthümlieb gehaltenen Mono- graphien folgt auf den andern. Da ist zuerst die Serie: „Geschichte der Nationen“, welche von J. Mackintosh um eine Geschichte Schottlands von frühester Zeit bis auf die Gegenwart vermehrt wurde[46]. Ohne auf durchaus selbständigen Forschungen zu beruhen, ist dies Buch doch mehr als eine Compilation. Verfasser weiss das Legendarische, das in Schottischen Geschichten eine so grosse Rolle spielt, genau von streng Geschichtlichem zu sondern, und bei der Würdigung hervorragender Personen, von Knox und Oliv. Cromwell angefangen bis auf Sir Robert Peel hält er sich an Thatsachen, die er geschickt zu gruppiren versteht.

In der bei Putnam erscheinenden Serie „Helden der Völker“, wird uns von Clark Russel das Leben Nelson’s geboten[47]. An die vielgelesene und, was Kunst der Darstellung betrifft, unerreichte Nelson-Biographie von Southey reicht Clark Russel’s Buch nicht. Allein es entschädigt dafür durch emsigen Fleiss in Auffindung und Aufhellung des Thatsächlichen, durch sorgfältige Ausmalung der Schlachtenbilder. Minder gelungen sind die politischen Parthien, wie uns denn über Nelson’s Betragen in Neapel nur wenig orientirende Mittheilungen gegeben werden. Die typographische Ausstattung des Buches ist eine vorzügliche. Ein anderes Leben Nelson’s, eben erst selbständig, nicht in Serienfolge erschienen[48], gründet sich auf die eigenen Depeschen des berühmten Seemanns und andere gleichzeitige Schriftstücke, wie auch auf die anschaulich gehaltenen Schilderungen, die der Franzose de la Graviere von den Seeschlachten der Zeit gegeben hat. Es ist ein gediegenes Werk, das den Thatsachen in objectiver Weise gerecht wird und die Laufbahn seines Helden klar und voll zur Erscheinung bringt.

Die Macmillan’sche „Staatsmänner“-Serie brachte im J. 1888 einen Wolsey von Creighton und im Jahre 1889 einen Walpole von John Morley[49]: beides gleich ausgezeichnete Leistungen, die aus erster Quelle geschöpfte Erkenntniss in populärer Form bringen. Als gemeinsamen, aber einzigen Fehler derselben dürfte man hervorheben, dass sowohl Creighton als auch Morley in ihrer Vorliebe für die von [111] ihnen behandelten Staatsmänner etwas zu weit gehen und die unleugbaren Schwächen Wolsey’s wie Walpole’s nicht ganz ins klare setzen.

In der gleichfalls Macmillan’schen Serie von „Englischen Männern der That“ erzählt Stebbing das Leben Mordaunt’s Lord Peterborough’s[50]. Seine Schilderung dieses merkwürdigen Charakters stimmt mit Noorden’s Darstellung (Europäische Geschichte im 18. Jahrhundert II, 204 ff.) überein. Gleich dem Deutschen Forscher vindicirt Stebbing dem Lord Peterborough den Ruhm der Einnahme Barcelona’s, der ihm zu Gunsten des Prinzen von Hessen streitig gemacht wurde. — Einem andern in Englands Geschicke ungleich tiefer eingreifenden Manne der That ist in derselben Serie ein Denkmal gesetzt: es ist der viel gerühmte und viel verleumdete Monk, dessen Biographie diesmal von Jul. Corbett geschrieben wurde[51]. Man kann nicht sagen, dass Verfasser ihn wesentlich anders auffasst, als von unbefangenen Geschichtschreibern insgemein geschieht; aber das neue Buch über Monk ist desshalb von Werth, weil es die schwersten gegen den General erhobenen Anklagen in der That entkräftet. Dabei würde es gewonnen haben, wenn Verfasser über die schlimmsten Fehler und Schwächen seines Helden nicht allzu leicht hinweggeschlüpft wäre.

Die Clarendon-Presse in Oxford lässt eine Serie: „Herrscher von Indien“ erscheinen. Zunächst ein Leben Warren Hastings’ von Trotter[52], welcher schon vor 13 Jahren eine Warren Hastings-Biographie veröffentlicht hat. Den Vergleich mit dem glanzvollen Essay, den Macaulay im Jahre 1841 über Warren Hastings publicirte, hält Trotter’s Buch freilich nicht aus. Wenn es den berühmten Whig-Historiker zuweilen an Gründlichkeit übertrifft, lässt sich doch nicht verhehlen, dass eben die Grundlinien für eine Beurtheilung Hastings’, wie Macaulay sie gezogen hat, durch das Ergebniss von Trotter’s Forschungen nicht verwischt sind. — Ebenda erschien von Malleson ein Leben des Franzosen Dupleix[53]. Darin werden die Hauptzüge jener wichtigen indischen Geschichtsepoche und der Gang der Französisch-Englischen Kämpfe um den Besitz der Halbinsel mit bestem Erfolge zusammengefasst.

Eine bei Methuen erscheinende Serie hat Englische Religionsführer zum Gegenstand. Sie bringt das Leben Cardinal Newman’s von Hutton. Der Verfasser ist Protestant, wird aber der Grösse des zum Katholiken convertirten Newman in vollem Maasse gerecht. [112] Am gelungensten sind die Theile seiner Arbeit, die sich auf Newman’s literarische Thätigkeit beziehen, dank welcher der verstorbene Cardinal den Sprachgewaltigsten Englischer Zunge anzureihen ist. — Hierbei sei erwähnt, dass für Kenntniss der höchst interessanten Persönlichkeit N.’s die eben erfolgte Veröffentlichung seines Briefwechsels von besonderer Wichtigkeit ist[54]. Ein in der That pietätloser Angriff auf Newman, vom Standpunkt anglikanischer Rechtgläubigkeit unternommen, ist jüngsthin von seinem Bruder ausgegangen[55]. Scheelsüchtig wird darin des Cardinais Aufrichtigkeit bestritten und ohne genügende Kenntniss seiner Schriften den Anschauungen desselben entgegengetreten. Man kann diese Anschauungen so wenig theilen, als Referent es thut, muss aber, wenn billig geurtheilt werden soll, der lautern Gesinnung, in der sie vertreten sind, und der seltenen Kunst, mit der sie dem Leser eingeschmeichelt werden, alle Anerkennung zollen.

Von Deutschen Publicationen zur neueren Geschichte Englands wären zu erwähnen: W. Michael’s aus archivalischen Quellen geschöpfte Habilitationsschrift über Englands Rolle bei der ersten Theilung Polens[56]; eine Abhandlung Fel. Salomon’s über Frankreichs Stellung zu einem der schottischen Aufstände[57], deren Verfasser die Sage von Richelieu’s Verbindung mit den Schotten aufs gründlichste beseitigt; ferner eine wohl nicht auf Quellenforschungen beruhende, aber bereits Erforschtes geschickt zusammenfassende Monographie über die Juden in England[58]; endlich A. Zimmermann S. J. confessionelle Streitschrift über Maria die Katholische[59], in der das Angedenken dieser Königin hochgepriesen und die unter ihr fortgehende grausame Ketzerverfolgung zu rechtfertigen versucht wird. — Ein bleibendes Verdienst um Quellenforschung zur politischen und Culturgeschichte Englands hat sich F. Tönnies mit einer kritischen Ausgabe von Hobbes’ Behemoth und Elements of Law [113] erworben[60]. Die Edition des Behemoth gründet er auf eine Oxforder, von Hobbes selbst durchgesehene und stellenweise corrigirte Handschrift, nach der nie zuvor gedruckte Stellen aufgenommen wurden; die Ausgabe der Elements of Law beruht auf einer Textvergleichung von fünf Handschriften des British Museum und einer zu Hardwick befindlichen. Diese Tönnies’schen Editionen bilden ein sehr werthvolles Supplement zu Molesworth’s Ausgabe der Werke von Hobbes.

Letzthin ist eine Abhandlung über eine der interessantesten Fragen aus Cromwell’s Zeit erschienen[61]: über die Englischen Bestrebungen nämlich, welche die Herstellung einer staatsrechtlichen Union mit den vereinigten Provinzen der Niederlande im Ziele hatten. Die Arbeit ist eine der Sache auf den Grund gehende und beruht auf kritischer Verwerthung der einschlägigen Deutschen, Englischen und Niederländischen Quellen, wie auch der an selbe anknüpfenden Vorarbeiten anderer Forscher. Wenn der Verfasser, ein Japanese, sich eingangs entschuldigt: man möge ihm als Ausländer Mängel in der Art des Vortrags verzeihen, so bedurfte es dessen wahrhaftig nicht. Er schreibt im ganzen genommen kein schlechteres Deutsch, als man es heutzutage in manchem historischen Aufsatz zu lesen bekommt.

Nachträglich wäre zu erwähnen, dass die Deutsche Uebersetzung von Green’s Engl. Geschichte seit zwei Jahren vollendet vorliegt und das grössere Publicum in Deutschland somit Gelegenheit hat, das mit Becht viel gepriesene Werk kennen und würdigen zu lernen[62].

M. Brosch.

Anmerkungen

  1. J. Gairdner, Letters and Pap. For. and Domest. of the Reign of Henry VIII, Vol. 10 u. 11. Lond. 1887/89.
  2. A. Gasquet, O. B., Henry VIII. and the English Monasteries: an Attempt to illustrate the History of their Suppression. Lond. 1888.
  3. G. Saintsbury, A History of Elizabethan Literature. Lond. 1887.
  4. Mittlerweile erschienen. Anm. d. Red.
  5. Clarendon, Hist. of the Rebell. and Civil Wars in England. Reedited by W. Dunn Macray. — Statutes of the University of Oxford compiled in the year 1636 under the authority of Archbish. Laud. Ed. by J. Griffith. With Introduct. by Ch. L. Shadwell. Oxford, Clarendon Press 1888.
  6. F. A. Inderwick, Sidelights on the Stuarts. Lond. 1888.
  7. E. Law, The Hist. of the Hampton Court Palace. Vol. II: in Stuart Times. Lond. 1888.
  8. Hugh Elliot, The Life of Sidney Earl Godolphin, Lord High Treasurer of England 1702-1710. Lond. 1888.
  9. D. Hume, Letters to Will. Strahan. Now first edited with Notes. By G. Birkbeck Hill. Oxford (Clarend. Press) 1888.
  10. R. Hassencamp, Geschichte Irlands von der Reformation bis zu seiner Union mit England. Leipzig 1886.
  11. A. G. Richey, A Short History of the Irish People down to the Date of the Plantation of Ulster. Edited by R. Romn. Kane. Dublin 1887.
  12. Correspondence of Dan. O’Connell, the Liberator. Edit. with Notices of His Life and Times by W. J. Fitzpatrick. Lond. 1888.
  13. Gardiner, The History of the Great Civil War. Vol. II: 1644—47. Lond. 1889.
  14. M. A. Everett Green, Calendar of the Procedings of the Commitee for Advance of Money, 1642—56. Lond. 1889.
  15. Calendar of State Papers. Dom. Ser., 1659-60; ed. by Mrs. M. A. Everett Green. Lond., Stationery Office. 1888.
  16. Dom Lawrence Hendricks, The London Charterhouse, its Monks and its Martyrs. Lond. 1889. — Historia aliquot Martyrum Anglorum, maxime 18 Cartusianorum sub Rege Henrico interemptorum; a Patre Maurittio Chauncy conscripta, nunc ad exemplar primae editionis Moguntinae 1550 excusae denuo edita. Lond. 1889.
  17. E. Bapst, Les Mariages de Jacques V. Paris 1889. [Vgl. p. 169 Note 4.]
  18. A. W. Ward, The Counter-Reformation (unter den „Epochs of Church History“) Lond. 1889. — O. Airy, The English Restoration and Louis XIV (unter den „Epochs of Modern Hist.“). Lond. 1889.
  19. T. F. Henderson, The Casket Letters and Mary Queen of Scots. Edinburgh 1889. — J. Cordy Jeaffreson, The Queen of Naples and Lord Nelson. Lond. 1889.
  20. Henri Doniol, Histoire de la Participation de la France à l’Établissement des États-Unis d’Amérique. Paris 1888, 2 Bde.
  21. Odet de Selve, Correspond. polit. (1546—49) publiée par Germ. Lefèvre-Pontalis. Paris 1888. [Vgl. Bibliogr. ’89, 3048.]
  22. T. Dunbar Ingram, Two Chapters of Irish History. Lond. 1889.
  23. Rob. Dunlop, Life of Henry Grattan. Lond. 1889. (Unter der Allen’schen Statesmen Series.)
  24. Emily Lawless, Ireland. Lond. 1887.
  25. W. D. Hamilton, Calend. of State Papers. Domest. 1645—1646. Lond. 1890. Den vorhergehenden Band s. V Nachrr. 60b. — Wenn weiterhin Druckort und Datum des Erscheinens nicht angegeben sind, so ist stets London und das Jahr 1890 zu verstehen. Für nähere bibliogr. Angaben (wie Verleger, Seiten, Preis) ist in eckigen Klammern auf Nachrr. u. Bibliogr. verwiesen.
  26. M. A. Green, Calend. of the Proceedings of the Committee for Compounding. [Nachrr. 60 d.]
  27. S. R. Gardiner, The Constitutional Documents of the Puritan Revolution 1628—1660. Oxford 1889. [Nachrr. 60 c]
  28. W. N. Sainsbury, Calend. of St. Pap. Colonial, America and West Indies. [Bd. III Nachrr. 159 d].
  29. J. R. Dasent, Acts of the Privy Council. New Series vol. 1: 1542 to 1547. [Nachrr. 57 d.]
  30. R. Brown and Bentinck, Cal. of St. Pap. relating to Engl. Affairs existing in the Arch. and collect, of Venice etc. [Nachrr. 57 b.]
  31. J. Macdonald, Reports of State Trials. New Series vol. 2: 1823 to 1831. Lond. 1889.
  32. Selections from State Pap. in the Foreign Department of the Government of India, 1772 to 1785. Edited by G. W. Forrest. In 3 vols. Calcutta, Governm. Press.
  33. Rich. Bagwell, Ireland under the Tudors. Vol. 3. [Nachrr. 58a.]
  34. Gilb. W. Child, Church and State under the Tudors. [Nachrr. 58b.]
  35. F. A. Gasquet and E. Bishop, Edward VI. and the Book of Common Prayer: an Exam. into its Origin and Eearly History. [Nachrr. 58f.]
  36. P. BT. Brown, George Buchanan. Edinburgh. [Nachrr. 58i].
  37. Th. Gr. Law, An Historical Sketch of the Conflicts between Jesuits and Seculars in the Reign of Elizabeth. [Nachrr. 58 k.]
  38. E. T. Bradley, The Life of Arab. Stuart. 1889. [Nachrr. 58q.]
  39. P. M. Thornton, The Stuart Dynasty: Short Studies of its Rise, Course and Early Exile. [Nachrr. 61a].
  40. J. W. Stubbs, The Hist, of the Univers. of Dublin from its Foundation to the End of the 18th Century.
  41. Correspondence between the Right Honourable Will. Pitt and Charles Duke of Rutland. [Nachrr. 62b]
  42. The Letters of L. Chesterfield to his Godson, ed. by the Earl of Carnarvon. Oxford 1889.
  43. W. E. Lecky, Hist. of England in the 18th Century. Vol. 7 u. 8. [Nachrr. 68 g.]
  44. A. Todd, On Parliamentary Government in England; its Origin, Development and Practical Operation. Vol. 2. 1889.
  45. J. A. Froude, Lord Beaconsfield. (In der Serie: The Prime Ministers of Queen Victoria.) [Nachrr. 63 g.]
  46. J. Mackintosh, Scotland from the Earliest Times to the Present Century (Ser.: Story of the Nations). [Nachrr. 55 c]
  47. W. Cl. Russel, Horatio Nelson and the Naval Supremacy of England (Ser.: Heroes of the Nations). [Bibliogr. 90. 1409a.]
  48. G. Lathom Browne, Nelson. 1891. [Bibliogr. ’91, 1103.]
  49. Mand. Creighton, Cardinal Wolsey. 1888. — John Morley, Walpole. 1889. [Nachrr. 62n.] — (Ser.: Twelve English Statesmen.)
  50. W. Stebbing, Peterborough. (Ser: English Men of Action. [Nachrr. 56a.])
  51. Jul. Corbett, Monk. 1889.
  52. L. J. Trotter, Warren Hastings. Oxford. (Ser.: Rulers of India.) {Nachrr. 621.]
  53. G. B. Malleson, Dupleix. Oxford 1889.
  54. J. H. Newman, Letters and Correspond, ed. Anne Mozley. 2 Bde.
  55. F. W. Newman, Contributions chiefly to the Early Hist. of the late Card. Newman. 1891.
  56. W. Michael, Englands Stellung zur ersten Theilung Polens. Hamburg und Leipzig 1890. [Bibliogr. ’91, 977.]
  57. F. Salomon, Frankreichs Beziehungen zu dem Schott. Aufstand 1637—1640. Berlin 1890. [Nachrr. 61c]
  58. K. H. Schaible, Die Juden in England vom 8. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Karlsruhe 1890.
  59. Ath. Zimmermann, Maria die Katholische. Eine Skizze ihres Lebens und ihrer Regierung. Freiburg i. Br. 1890.
  60. Th. Hobbes, Behemoth or the Long Parliament. Edited for the First Time from the Original MS. by F. Tönnies. Lond. 1889. — Th. Hobbes, The Elements of Law, ed. with critical Notes and selected extracts from unprinted MSS. of Th. Hobbes, by F. Tönnies. Lond. 1889.
  61. Englisch-Niederländische Unionsbestrebungen im Zeitalter Cromwell’s. Von Gempachi Mitsukury. Tübingen 1891.
  62. J. R. Green, Gesch. des Engl. Volkes, übers. von E. Kirchner. Berl. 1889. 2 Bde. [Vgl. Nachrr. ’89, 141c]

Wikisource-AnmerkungenBearbeiten

  1. Vorlage: est ist