Meyers Konversations-Lexikon
4. Auflage
Seite mit dem Stichwort „Weisbach“ in Meyers Konversations-Lexikon
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Band 16 (1890), Seite 505
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Weisbach. In: Meyers Konversations-Lexikon. 4. Auflage. Bibliographisches Institut, Leipzig 1885–1890, Band 16, Seite 505. Digitale Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/wiki/MKL1888:Weisbach (Version vom 12.10.2022)

[505] Weisbach, Julius, Mathematiker und Hydrauliker, geb. 10. Aug. 1806 zu Mittelschmiedeberg bei Annaberg, studierte seit 1822 an der Bergakademie in Freiberg, 1827 in Göttingen und 1829 in Wien, bereiste dann die österreichischen Bergwerksbezirke und übernahm 1833 das Lehramt der angewandten Mathematik an der Freiberger Bergakademie, der er bis zu seinem Tod (24. Febr. 1871) angehörte. Weisbachs Hauptverdienste bestehen in seinen hydraulischen Arbeiten, seiner Bearbeitung der Mechanik und in Einführung und Ausbildung der neuern Markscheidekunst; auch schuf er die Axonometrie, von welcher früher nur Farish’ isometrische Darstellung bekannt war. Von seinen Schriften sind hervorzuheben: „Handbuch der Bergmaschinenmechanik“ (Leipz. 1835 bis 1836, 2 Bde.); „Versuche über den Ausfluß des Wassers“ (das. 1842); „Versuche über die unvollkommene Kontraktion des Wassers beim Ausfluß desselben aus Röhren und Gefäßen“ (das. 1843); „Experimentalhydraulik“ (Freiberg 1855); „Lehrbuch der Ingenieur- und Maschinenmechanik“ (3 Tle., Braunschw. 1845–60; 1. u. 2. Teil, 5. Aufl. von G. Herrmann, 1870–87; 3. Teil, 2. Aufl. von demselben, 1876 ff.; noch nicht vollendet); „Der Ingenieur“ (das. 1848, 6. Aufl. 1874–77); „Die neue Markscheidekunst“ (das. 1851–59, 2 Bde.); „Anleitung zum axonometrischen Zeichnen“ (Freiberg 1857). Sieben Jahre lang nahm W. an der europäischen Gradmessung teil und hat während dieser Zeit ein genaues Höhennetz über Sachsen gelegt (vgl. den Bericht von Choulant, Freiberg 1870–74).


Ergänzungen und Nachträge
Band 17 (1890), Seite 823
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[823]  Weisbach, 2) Albin, Mineralog, geb. 6. Dez. 1833 zu Freiberg in Sachsen, studierte an der dortigen Bergakademie und an den Universitäten Leipzig, Berlin, Göttingen und Heidelberg, wo er 1857 promovierte. Von 1857 ab war er neben gleichzeitiger Verwaltung der Assistentenstelle bei Breithaupt Lehrer der Mineralogie an der Bergschule zu Freiberg, habilitierte sich 1860 für Physik an der dortigen Bergakademie und wurde 1863 Professor der Physik, 1866 Professor der Mineralogie und 1876 königlich sächsischer Bergrat. Außer zahlreichen Abhandlungen publizierte er: „Über die Monstrositäten tesseraler Mineralien“ (Freiberg 1858); „Tabellen zur Bestimmung der Mineralien mittels äußerer Kennzeichen“ (3. Aufl., Leipz. 1886); „Synopsis mineralogica“ (2. Aufl., Freiberg 1884); „Characteres mineralogici“ (das. 1880).