Meyers Konversations-Lexikon
4. Auflage
Seite mit dem Stichwort „Sorauer“ in Meyers Konversations-Lexikon
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Band 15 (1889), Seite 43
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Sorauer. In: Meyers Konversations-Lexikon. 4. Auflage. Bibliographisches Institut, Leipzig 1885–1890, Band 15, Seite 43. Digitale Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/wiki/MKL1888:Sorauer (Version vom 03.02.2023)

[43] Sorauer, Paul, Botaniker, geb. 9. Juni 1839 zu Breslau, erlernte daselbst die Gärtnerei, hörte gleichzeitig botanische Vorlesungen, ging zu weiterer praktischer Ausbildung nach Berlin, Brüssel, Paris und London, lebte ein Jahr in Donaueschingen und studierte dann 1864–68 in Berlin Naturwissenschaft, besonders Botanik. Er arbeitete als Assistent in Karstens pflanzenphysiologischem Institut und widmete seine Untersuchungen von nun an ausschließlich der Phytopathologie. Er begann Vorlesungen über diese Disziplin am landwirtschaftlichen Institut in Berlin, ging aber bald als Assistent zu Hellriegel in Dahme und folgte 1871 einem Ruf an das pomologische Institut in Proskau. Hier errichtete er die erste dem Gartenbau speziell gewidmete botanische Versuchsstation und suchte namentlich die bis dahin fast unbeachtet gebliebenen nicht parasitären Krankheiten der Pflanzen zu erforschen. Er schrieb: „Handbuch der Pflanzenkrankheiten“ (2. Aufl., Berl. 1887, 2 Bde.; dazu der „Atlas“, 1887 ff.); „Die Obstbaumkrankheiten“ (das. 1878); „Untersuchungen über die Ringelkrankheit und den Rußtau der Hyazinthen“ (Leipz. 1878); „Die Schäden der einheimischen Kulturpflanzen durch Schmarotzer etc.“ (Berl. 1888).