Meyers Konversations-Lexikon
4. Auflage
Seite mit dem Stichwort „Sclerodérma“ in Meyers Konversations-Lexikon
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Band 14 (1889), Seite 786
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Sclerodérma. In: Meyers Konversations-Lexikon. 4. Auflage. Bibliographisches Institut, Leipzig 1885–1890, Band 14, Seite 786. Digitale Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/wiki/MKL1888:Sclerod%C3%A9rma (Version vom 19.01.2023)

[786] Sclerodérma Pers. (Fellstreuling, Hartbovist), Pilzgattung aus der Unterordnung der Gastromyceten, charakterisiert durch eine stiellose, rundliche, dicke, leder- bis holzartige Peridie ohne Mittelsäule und eine im reifen Zustand gekammerte Gleba, welche aus dem vertrockneten, brüchigen Netzwerk der Kammerwände besteht und in den Kammern nur mit Sporen ohne Kapillitium erfüllt ist. Auf der Erde oder halb unterirdisch wachsende, mit wurzelartigen Myceliumsträngen versehene, ziemlich große Pilze, in ungefähr sieben Arten in Europa und Amerika. S. vulgare Fr. (gemeiner Hartbovist), 2,5–5,4 cm im Durchmesser, ungefähr kugelig, etwas in die Breite gezogen, am Grund zitronengelb, übrigens schmutzig weiß bis braun, wird in manchen Gegenden in Scheiben geschnitten und betrügerischerweise für Trüffeln verkauft, ist aber giftig.