Meyers Konversations-Lexikon
4. Auflage
Seite mit dem Stichwort „Schieferung“ in Meyers Konversations-Lexikon
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Band 14 (1889), Seite 446
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Schieferung. In: Meyers Konversations-Lexikon. 4. Auflage. Bibliographisches Institut, Leipzig 1885–1890, Band 14, Seite 446. Digitale Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/wiki/MKL1888:Schieferung (Version vom 28.09.2021)

[446] Schieferung, eine Gesteinsstruktur, welche durch parallele Anordnung der Gemengteile entsteht und eine leichte Spaltbarkeit nach einer Richtung hervorbringt. Bei geschichteten Gesteinen läuft sie gewöhnlich den Schichtungsflächen parallel. Die transversale oder falsche S. durchschneidet die Schichtung unter einem größern oder kleinern Winkel und kann die Schichtung oder die dieser parallel laufende echte S. so vollkommen verdecken, daß die Richtung derselben nur noch durch etwa vorhandene Wechsellagerung (s. Schichtung) der Gesteine erkannt werden kann. Die Entstehung einer solchen falschen S., welche sich besonders bei Thonschiefern vorfindet und oft große Schichtensysteme in vollkommener Stetigkeit durchzieht, wird auf seitlichen Druck, wobei Druckflächen und Richtung der transversalen S. parallel liegen, zurückgeführt. Tritt wahre und falsche S. gleichzeitig auf, so führt dies zu stängeliger Spaltbarkeit des Gesteins (wie beim Griffelschiefer.)