Meyers Konversations-Lexikon
4. Auflage
Seite mit dem Stichwort „Reissiger“ in Meyers Konversations-Lexikon
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Band 13 (1889), Seite 707
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Reissiger. In: Meyers Konversations-Lexikon. 4. Auflage. Bibliographisches Institut, Leipzig 1885–1890, Band 13, Seite 707. Digitale Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/wiki/MKL1888:Reissiger (Version vom 21.09.2021)

[707] Reissiger, Karl Gottlieb, Komponist, geb. 31. Jan. 1798 zu Belzig bei Wittenberg, studierte in Leipzig Theologie, daneben bei Schicht Komposition und vervollkommte sich in letzterer später noch bei Winter in München. 1826 als Musikdirektor nach Dresden berufen, wurde er im folgenden Jahr an K. M. v. Webers Stelle zum Kapellmeister ernannt und starb 7. Nov. 1859 daselbst. Von seinen dramatischen Werken hatten den meisten Erfolg die Opern: „Didone“, „Der Ahnenschatz“, „Libella“, „Die Felsenmühle“, „Adèle de Foix“ und das Melodrama „Yelva“. Seine großen Messen (10–12 an der Zahl), für die katholische Hofkirche komponiert, zeichnen sich durch reiche Melodik und warme Empfindung aus. Das Gleiche gilt auch von seinen Hymnen, Motetten und Liedern, die in vielen Sammlungen erschienen sind, sowie von dem Oratorium „David“. Außerdem veröffentlichte R. Orchester- und Kammermusik aller Art und zeigte sich auch auf diesem Gebiet als gewandter und erfindungsreicher Komponist; doch tragen seine Werke zu sehr den Stempel des Zeitgeschmacks, als daß sie ihren Autor hätten überleben können.