Meyers Konversations-Lexikon
4. Auflage
Seite mit dem Stichwort „Pimpinella“ in Meyers Konversations-Lexikon
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Band 13 (1889), Seite 74
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Pimpinella. In: Meyers Konversations-Lexikon. 4. Auflage. Bibliographisches Institut, Leipzig 1885–1890, Band 13, Seite 74. Digitale Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/wiki/MKL1888:Pimpinella (Version vom 15.09.2022)

[74] Pimpinella L. (Pimpinelle, Bibernell), Gattung aus der Familie der Umbelliferen, perennierende, selten einjährige Kräuter mit gefiederten oder dreifach fiederig zusammengesetzten, selten einfachen Blättern, meist ohne Hüllen und Hüllchen, mit weißen oder gelblichen Blüten und eiförmiger, zusammengedrückter, oft fast zweiknopfiger Frucht. Etwa 70 Arten auf der nördlichen Erdhälfte, in Südafrika und Südamerika. P. saxifraga L. (Steinbibernell, Bockspetersilie), mit ausdauernder Wurzel, gestreiftem, kahlem oder weichhaarigem Stengel, fiederteiligen, kahlen oder behaarten Blättern, die untern mit rundlichen, eingeschnitten gesägten Fiedern, weißen oder schwach rötlichen Blüten und kahlen Früchten, findet sich, wie P. magna L., in mehreren Varietäten in Europa und Asien auf Wiesen; die offizinellen Wurzeln beider Pflanzen riechen eigentümlich bocksartig, schmecken sehr stark beißend scharf und enthalten ätherisches Öl, Harz, Zucker, Benzoesäure. Man benutzt sie nur noch selten als die Sekretionen der Schleimhäute der Respirationsorgane beförderndes Mittel. Sie wurden durch die Botaniker des 16. Jahrh. in den Arzneischatz eingeführt. P. anisum, s. Anis. Pimpinelle oder Wiesenpimpinelle heißt auch Sanguisorba officinalis und S. minor.