MKL1888:Gassen

Meyers Konversations-Lexikon
4. Auflage
Seite mit dem Stichwort „Gassen“ in Meyers Konversations-Lexikon
Band 6 (1887), Seite 943
Wikisource-logo.svg Wikisource-Seite: [[{{{Wikisource}}}]]
Wikipedia-logo-v2.svg Wikipedia-Artikel:
Wiktionary small.svg Wiktionary-Eintrag:
korrigiert
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Indexseite
Empfohlene Zitierweise
Gassen. In: Meyers Konversations-Lexikon. 4. Auflage. Bibliographisches Institut, Leipzig 1885–1890, Band 6, Seite 943. Digitale Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/wiki/MKL1888:Gassen (Version vom 06.07.2021)

[943] Gassen, Stadt im preuß. Regierungsbezirk Frankfurt, Kreis Sorau, an der Lubis und den Linien Sommerfeld-Breslau und Sommerfeld-Kohlfurt-Liegnitz der Preuß. Staatsbahn, hat Maschinenfabrikation, Töpferei und (1885) 2025 evang. Einwohner. G., 1656 angelegt, erhielt 1660 Stadtrechte.

Gassen, Gottlieb, Maler, geb. 1807 zu Koblenz, bildete sich seit 1827 unter Cornelius in München und half hier an den Freskomalereien. Er malte die Erstürmung des Godesbergs bei Bonn durch Herzog Wilhelm I. von Bayern (nach Stilkes Entwurf), in den Arkaden des königlichen Hofgartens und im Neubau der Residenz mit Hermann und Neureuther den Bilderkreis aus Walther von der Vogelweide, Wolfram von Eschenbach und Wielands „Oberon“ sowie allein in den Loggien der Alten Pinakothek mehrere Deckengemälde nach Cornelius. Später entstanden, und zwar nach eignem Entwurf, die Freskomalereien in der Dreifaltigkeitskirche zu Weißenthurn am Rhein (Neuwied gegenüber). In diesen Bildern zeigte G. eine durchdachte Komposition und fleißiges Studium, nur verführte ihn eine einseitig religiös-kirchliche Richtung zuweilen zu einer seltsamen Symbolik.