Meyers Konversations-Lexikon
4. Auflage
Seite mit dem Stichwort „Anapa“ in Meyers Konversations-Lexikon
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Band 1 (1885), Seite 534
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Anapa. In: Meyers Konversations-Lexikon. 4. Auflage. Bibliographisches Institut, Leipzig 1885–1890, Band 1, Seite 534. Digitale Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/wiki/MKL1888:Anapa (Version vom 19.04.2022)

[534] Anapa (Anap), Hafenstadt im Tschernomorski-Bezirk der russ. Statthalterschaft Kaukasien, etwa 40 km südöstlich von der Mündung des Kuban ins Schwarze Meer, an der Stelle des alten Sinde, mit (1880) 5037 Einw. A. wurde 1781 durch französische Ingenieure als türkische Grenzfestung gegen die Russen erbaut, von diesen zwar unter Gudowitsch 22. Juni 1791 im Sturm genommen, aber im Frieden von Jassy 1792 zurückgegeben. Am 29. April 1807 abermals von den Russen erobert, wurde es im Frieden von Bukarest (1812) wieder zurückgegeben. Am 28. Juni 1828 zum drittenmal von den Russen genommen, ward es im Frieden von Adrianopel (1829) an Rußland bleibend abgetreten. Als der Krimkrieg ausbrach, wurde A. zum Hauptwaffenplatz an der Küste des Kaukasus erhoben, beim Eindringen der verbündeten Flotten in das Asowsche Meer aber wurden die Befestigungen von den Russen (1855) als unhaltbar zerstört. Jetzt ist A. wieder eine der wichtigsten Städte Kaukasiens als Garnisonsplatz, Flottenstation und Proviantplatz. Es steht in lebhaftem Handelsverkehr mit Poti und Trapezunt.