Meyers Konversations-Lexikon
4. Auflage
Seite mit dem Stichwort „Achēne“ in Meyers Konversations-Lexikon
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Band 1 (1885), Seite 85
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Achēne. In: Meyers Konversations-Lexikon. 4. Auflage. Bibliographisches Institut, Leipzig 1885–1890, Band 1, Seite 85. Digitale Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/wiki/MKL1888:Ach%C4%93ne (Version vom 27.12.2022)

[85] Achēne (lat. Achenium), jede trockenschalige, nicht aufspringende Frucht. Enthielt die Blüte nur einen Fruchtknoten, so bringt sie auch nur eine A., wie Buchweizen, Baldrian und die Kompositen (Fig. 1);

Fig. 1. Fig. 2.
Achene.

enthielt sie mehrere Fruchtknoten, so finden sich ebenso viele Achenen beisammen, wie bei Rosaceen (Fig. 2) und Ranunkulaceen etc. Meist enthält die A. nur einen Samen, und dieser ist mit der Fruchtschale verwachsen (Schalfrüchtchen, Karyopse, caryopsis), wie bei den Gräsern; oder der Same liegt frei oder doch leicht lösbar in der Fruchthöhle, für welchen Fall manche Botaniker den Ausdruck A. allein oder Nüßchen anwenden. Manche Achenen, zumal die der Kompositen, haben am obern Rand eine Feder- oder Haarkrone (pappus), die als ein von der Frucht eigentümlich ausgebildeter Kelch zu betrachten ist und als Flugapparat zur Verbreitung der Achenen durch den Wind, auch als Haftorgan zur Begünstigung der Verschleppung derselben durch Tiere dient. Bei Spaltfrüchten sind häufig die Teilfrüchtchen als Achenen ausgebildet (Diachenium, Doppelachenium).