Textdaten
<<< >>>
Autor:
Illustrator: {{{ILLUSTRATOR}}}
Titel: Leichter Abschied
Untertitel:
aus: Deutscher Liederhort,
S. 295
Herausgeber: Ludwig Erk
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1856
Verlag: Th. Chr. Fr. Enslin
Drucker: {{{DRUCKER}}}
Erscheinungsort: Berlin
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Google und Wikimedia Commons
Kurzbeschreibung:
Eintrag in der GND: {{{GND}}}
Bild
Bearbeitungsstand
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du hier: Hilfe
Indexseite
[295]
130. Leichter Abschied.


Mäßig. Vielfach mündlich, aus Thüringen u. dem Hessen-Darmstädtischen.
Noten
Noten


1.
Jetzund wird der Beschluß gemacht:

schönster Schatz, eine gute gute Nacht!
|: Du bleibst hier, ich muß fort,
scheiden an ein andern Ort. :|

2.
Reich mir deine rechte Hand

zum getreusten Unterpfand!
Einen Kuß zum Beschluß,
weil ich von dir scheiden muß.

3.
Denkst, du wärst die Schönst allein?

s giebt ’er, die viel schöner sein:
Deine Schönheit wird vergehn
wie die Rosen im Garten stehn.

4.
s kommt ein Reiflein in der Nacht,

nimmt dem Blümchen seine Kraft;
seine Kraft, die nicht allein,
seine Schönheit obendrein.

5.
Da drunten in dem Teich da schnalzt ein Fisch:

lustig wer noch ledig ist!
Ledigen Leuten geht es wol,
ihre Kinder schlafen schon.

6.
„Da drunten in dem Thal da liegt ein Steg,

darüber geht meim Schatz sein Weg;
der Weg der führt wol hin und her:
wer weiß ob es der rechte wär!“

1, 3. Vgl. Liederhort. S. 211, Nr. 74. – 3, 1, Glaubst, du wärst die Schönst allein! s giebt noch viel, die schöner sein. – 4, 1. s fällt ein Reiflein in der Nacht. Vgl. L. Erl, „Die deutschen Volkslieder.“ B. I, H. 4, S. 8, Nr. 5. – und Hoffmann v. F. „Schlesische Volkslieder.“ S. 107, Nr. 82. – 5. Vgl. Wunderhorn. I, 454. (Neuste Aufl. I, 470.)