Kleiner Briefkasten (Die Gartenlaube 1863/15)

Textdaten
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Titel: Kleiner Briefkasten
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aus: Die Gartenlaube
Herausgeber: Ernst Keil
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Erscheinungsdatum: 1863
Verlag: Verlag von Ernst Keil
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Scans bei Commons
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[240] Herrn N. S., den Verfasser des uns eingesandten Artikels „Meine erste Umsegelung des Cap Matapan. Aus dem Tagebuche eines See-Cadetten“, ersuchen wir, uns zum Behufe einer Zuschrift seine Adresse anzugeben.


C. K. in Kattowitz. Vielleicht finden Sie das, was Sie suchen, in Rumohr’s Geist der Kochkunst, 2. Auflage. Stuttgart 1832.

Hans Angelsen in der schleswigschen Landschaft Angeln. Ihr Gedicht „Die Hermannswache, eine Stimme aus dem verlassenen Bruderstamme“ – können wir zwar nicht ganz mittheilen; aber wir wissen auch, daß eine Strophe desselben und Ihr Begleitungswort genügt, um unseren Lesern diese Stimme lieb und zu einer mahnenden zu machen.

Zwar wild stürmt Nordens Ungewitter
Auf den verlassnen Wächter los,
Bricht seine Zweige frech in Splitter
Und wirft sie an der Erde Schooß;
Doch sinkt gleich seiner Krone Pracht –
Treu hält er fort die schwere Wacht!



Ist, was ich bring’, auch keine Blume,
Gepflückt im Musenheiligthume,
So mag es Gruß und Botschaft sein
Den Brüdern, die uns Liebe weih’n.
Die unserm unverdrossnen Ringen
Das treue Bruderbeileid bringen
Und feuchten Blicks nach Norden schau’n,
Mit uns den Dom der Hoffnung bau’n.
Des deutschen Nordens starker Glaube,
Der wendet sich zur Gartenlaube
Und hofft, daß sie – nicht diese Klage,
Nein, diesen Gruß gen Süden trage.

Möge dieser Gruß unsern Lesern so zu Herzen gehen, daß wir einst denselben mit dem Schlußvers erwidern können:

Ein Morgen folgt auf jede Nacht:
Was Ihr erstrebt, das ist vollbracht!