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Herzog Friedrich und Leopold von Oesterreich

Textdaten
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Autor: Brüder Grimm
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Titel: Herzog Friedrich und Leopold von Oesterreich
Untertitel:
aus: Deutsche Sagen, Band 2, S. 205-206
Herausgeber:
Auflage: 1. Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1818
Verlag: Nicolai
Drucker: {{{DRUCKER}}}
Erscheinungsort: Berlin
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Commons,Google
Kurzbeschreibung:
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Eintrag in der GND: [1]
Bild
Deutsche Sagen (Grimm) V2 225.jpg
Bearbeitungsstand
fertig
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[205]
497.
Herzog Friedrich und Leopold von Oesterreich.
Albertus argentin. p. 178. 179.

Königshofen, S. 127. 128.
Cölner Chronik 1499. fol. 250.
Vergl. Aventin S. 393. 396.


Da König Friedrich in der Gewalt Ludwig des Baiern gefangen lag auf einer Feste, genannt Trausnitz [1], kam ein wohl gelehrter Mann ein zu Herzog Leopold von Oestreich (des Gefangenen Bruder), und sprach: „ich will Gut nehmen und den Teufel beschwören, und zwingen, daß er muß euern Bruder, König Friedrich aus der Gefängniß her zu euch bringen.“ Also gingen die zwei, Herzog Leopold und der Meister in die Kammer; da trieb der Meister seine [206] Kunst, und kam der Teufel zu ihnen in eines Pilgrims Weise, und ward geheißen, daß er König Friedrich brächte ohn allen Schaden. Der Teufel antwortete: er wolle das wohl thun, wo ihm der König folgen würde. Also fuhr der Teufel weg, kam zu Friedrich nach Trausnitz und sprach: „sitze her auf mich, so will ich dich bringen ohne Schaden zu deinem Bruder.“ Der König sagte: „wer bist du?“ Der Teufel versetzte und sprach: „frage nicht danach; willst du aus der Gefängniß kommen, so thu, das ich dich heiße.“ Da ward dem Könige und denen, die sein hüteten, grauen, und machten Kreuze vor sich. Da verschwand der Teufel.

Danach thät Herzog Leopold dem König Ludwig also weh mit Kriege, daß er mußte König Friedrich aus der Gefängniß lassen. Doch mußte er schwören und verbürgen, König Ludwigen fürder nicht zu irren an dem Reiche.



  1. Als der Gefangene hinein geführt wurde, und diesen Namen aussprechen hörte, rief er aus: ja wohl Trausnicht (Druwesnit), ich habe sein je nicht getraut, daß ich so sollte darein gebracht worden seyn.