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Textdaten
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Autor: Brüder Grimm
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Titel: Die Gretlmühl
Untertitel:
aus: Deutsche Sagen, Band 2, S. 204-205
Herausgeber:
Auflage: 1. Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1818
Verlag: Nicolai
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Erscheinungsort: Berlin
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Commons,Google
Kurzbeschreibung:
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Eintrag in der GND: [1]
Bild
Deutsche Sagen (Grimm) V2 224.jpg
Bearbeitungsstand
fertig
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[204]
495.
Der geschundene Wolf.
Aventin Bl. 3763.


Herzog Otto von Baiern vertrieb des Pabstes Legaten Albrecht, daß er flüchten mußte und kam nach Passau. Da zog Otto vor die Stadt, nahm sie ein, und ließ ihn da jämmerlich erwürgen. Etliche sagen: man habe ihn schinden lassen, darum führen noch die von Passau einen geschundenen Wolf. Auch zeigt man einen Stein, der Blutstein geheißen, darauf soll Albrecht geschunden und zu Stücken gehauen seyn. Es sey ihm, wie es wolle: er hat den Lohn dafür empfangen, daß er so viel Unglück in der Christenheit angestiftet. [205] 200,000 Gülden, raumte das Land und zog nach Baiern. Da verzehrte er sein Gut mit einer schönen Müllerin, Namens Margret, und wohnte im Schloß Wolfstein, unterhalb Landshut. Dieselbige Mühl wird noch die Gretlmühl genannt, und der Fürst Otto der Finner, darum, weil er also ein solches Land verkauft. Man sagt: Carl hab ihn im Kauf überlistet und die Stricke an den Glocken im Land nicht bezahlt.