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Textdaten
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Autor: Johann Georg Theodor Grässe
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Titel: Harras der kühne Springer
Untertitel:
aus: Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen, Band 1. S. 293
Herausgeber:
Auflage: Zweite verbesserte und vermehrte Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1874
Verlag: Schönfeld
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Quelle: Google-USA* und Commons
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327) Harras der kühne Springer.

Ad. Chr. Kretzschmar, Nachr. v. Mittweyda. Bd. I. S. 128 sq. Poetisch beh. v. Th. Körner, Poet. Nachlaß. Lpzg. 1815. Bd. II. S. 71 sq. Nach andern Sagen v. Ziehnert Bd. I. S. 193 sq.

Zwischen Frankenberg und Lichtewalde an der Zschopau befindet sich ein hoher Fels, der Haustein genannt. Am 28. Mai des Jahres 1499 ist der Ritter von Harras, Besitzer von Lichtewalde – seine Familie besaß dasselbe bis 1561 – in einer Fehde von seinen Feinden in der Nähe desselben überfallen und so verfolgt worden, daß ihm kein anderer Weg zur Rettung übrig blieb, als mit seinem Rosse von der Spitze des hohen Felsens, der darum den Namen Haustein trägt, in den unten vorbeiströmenden Zschopaufluß zu springen. Dieser kühne Sprung von einer Höhe von mehr als 100 Ellen ist ihm auch geglückt, und da er eine Tiefe von 10 Ellen Wasser im Flusse getroffen, hat derselbe weder ihm, noch dem Rosse Schaden gebracht, sondern beide haben das gegenüberliegende Ufer glücklich erreicht und später im Schlosse zu Lichtewalde Schutz gefunden. Der Ritter aber hat nach der Capelle zu Ebersdorf und dem dort befindlichen Gnadenbilde eine Wallfahrt gemacht und zum Andenken daselbst ein großes silbernes Hufeisen hinterlassen, welches in der Capelle aufgehangen, aber um 1529 gegen ein eisernes vertauscht worden ist. Im Mai des Jahres 1801 ist am Rande der Zschopau dem Haustein gegenüber bei einer sehr alten Eiche ein Denkstein mit der Inschrift auf den beiden Hauptseiten: „dem tapfern Springer, Ritter von Harras“ errichtet worden, auf dessen Nebenseiten ein Sporn und ein Hufeisen abgebildet wurden.