Frau Josephin’

Textdaten
<<< >>>
Autor: Leo Heller
Illustrator: {{{ILLUSTRATOR}}}
Titel: Frau Josephin’
Untertitel:
aus: Die zehnte Muse. Dichtungen vom Brettl und fürs Brettl. S. 272
Herausgeber: Maximilian Bern
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1904
Verlag: Otto Eisner
Drucker: {{{DRUCKER}}}
Erscheinungsort: Berlin
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Commons = Google-USA*
Kurzbeschreibung:
Wikipedia-logo-v2.svg Artikel in der Wikipedia
Eintrag in der GND: {{{GND}}}
Bild
Die zehnte Muse (Maximilian Bern).djvu
Bearbeitungsstand
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du hier: Hilfe
Indexseite
[272]

Frau Josephin’.

Frau Josephin’, Frau Josephin’,
Was macht dein lieber Mann?
Der jagt im nahen Branntweinhaus
Zur Tasche seinen Lohn heraus

5
Und sauft

Und sauft
Und sauft, so viel er kann.

Frau Josephin’, Frau Josephin’,
Was macht dein Töchterlein?

10
Die treibt sich in der Stadt herum

Und schaut sich flink nach Arbeit um
Und bringt
Und bringt
Und bringt uns Geld herein.

15
Frau Josephin’, Frau Josephin’,

Sag’ an, was machst denn du?
Ich nehme einen festen Strick
Und lege ihn um mein Genick
Und zieh’

20
Und zieh’

Und zieh’ die Schlinge zu.

Frau Josephin’, Frau Josephin’,
Und kehrt dein Mann nach Haus?
Dann hat ein Ende alle Not,

25
Dann fürcht’ ich nichts, dann bin ich tot

Und halt’
Und halt’
Und halt’ die Prügel aus.

Frau Josephin’, Frau Josephin’,

30
Und kommt die Tochter ’ran?

Die opfert ihre letzten Mark
Und kauft der Mutter einen Sarg
Und zahlt
Und zahlt

35
Und zahlt den Herrn Kaplan . . .


Leo Heller.