Für die Nothleidenden in der Eifel

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Titel: Für die Nothleidenden in der Eifel
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aus: Die Gartenlaube, Heft 51, S. 836
Herausgeber: Ernst Ziel
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Erscheinungsdatum: 1883
Verlag: Verlag von Ernst Keil
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Scans bei Commons
Kurzbeschreibung:
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[836] Für die Nothleidenden in der Eifel gingen nachträglich ein: C. V, Engelhardt in Hannover M. 3; Ungenannt in Lübeck M, 1; Clara Wiuter M. 5: Conrad Wenzel und Freunde in Caernarvon in Süd-Aftika M. 221.50; Jul. Cäcilie Schmidt in Bückeburg M. 6; Verein junger Kaufleute in Greifswald M. 34: O. St. in Aacheu M. I ; Hüsfer u. Conip. in Leipzig M. 30; Elsa von U. in Stuttgart M. 50; I. G. in Wolsenbttttel M 10; Julius und Max in Graaff Reinet, Cape-Colonl, M. 20; I>r. Th. Forßmann in Straßburg im Elsaß ein Sack Kleidungsstücke.

(Summa M. 381.50, 1 Sack Kleidungsstücke.)

Im Ganzen kamen uns an Geldspenden für die Eifel-Bewohner zu:

Laut Quittung in „Gartenlaube“ 1883, Nr. 20 M. 2627.95. 23 „ 3618.45. 1557.77. obiger Quittung „ 381.50.

Zusammen M. 8185.67.

Hiervon erhielten durch gesällige Vermittelung des Herrn Professor !>>’. Adolf Ebeliug in Köln die Orte Adenan M. 80l>; Bernkastel M. 150; Bracht M. 100; Büllingen M. 300; Burg Renland M. 300; Elseuborn M. M; Esch M. IM; Hallschlag M. 150; Hermeskeil M. 150; Herres bach M. 100; Kell M. 150; Lützkampen M. 300; Manderseld M. 200; Mähen M. 500; Nenenahr M. 100; Nencrbnrg M. 300; Nenttdors M. 150; Nieder-Einels M. 150; Revat M. 100; Rodt M. 300; Schalken nlehren M. 500; Schmidtheim M. 200; Stadtkyll M. 400; Udenbreth Ä!. 300; Züsch M. 300; Zweifall M. 100, in Snmma M. 6500.

Ferner wurden zur Vertheilnng gesandt:

An den Vaterländischen Frauen-Berein in Neuß M. 500.–.

„ Herrn Franz Hesemann in Neuß .. 400.–.

„ „ Baumeister Pickel in Düsseldors … „ 585.67.

„ „ Professor E. Deger in Düsseldorf … „ 150.–.

M. 8135.67.

Hierzu die Spesen, welche den die Vertheiluug der Gelder, Kleidungsstücke etc. bewirkenden Herren für Porto und Fracht erwachsen sind . . . . . M. 50.–.

Zusammen wie oben M. 8l85.65.

Bei der Vertheiluug der Eifelgelder – so schreibt uns Herr Professor Dr. Ebeling in seinem ausführlichen Bericht – haben wir von der Ueberweisung derselben an das Hauptunterstützungscomite, oder an die Nebencomites Abstand genommen und die betreffenden Sunnuen immer direct übermittelt, zunächst an die Herren Landräthe, Pfarrer, Bürgermeister und Ortsvorsteher der verschiedenen und zwar stets der bedürftigsten Gemeinden, und einzelne größere Summen an solche Bertrauenspersonen, die mit den dortigen Verhältnissen genan bekannt sind und die dann ihrerseits eine speciellere Vertheilnng Übernahmen. Daß wir aus diese Weise, bei ver hältnißmäßig nur geringen Mitteln, den richtigsten Weg cmgeschlagen und das praktisch günstigste Resultat erzielt haben, geht ans sämmtlichen, den Quittungen beigelegten Zuschriften hervor. Fast immer wurden Kartoffeln und Brodkorn (vorwiegend Hafer und Gerste) gekauft nud vertheilt, baares Geld dagegen weit weniger und gewöhnlich nur au Handwerker und kleine Banern znr Anschaffung nothwendiger Arbeitsgeräthe u. dergl. An anderen Orten konnte der sehr karge Tagelohn durch diese Beihülfe auf läugere Zeit UNI einige Groschen täglich erhöht werden, und die ganz arbeitsunfähigen Armen wnrden an die nnn reich licher versehenen Volksküchen und Suppeiianstalten verwiesen. In vielen Dorfschulen hatten auch die Pfarrer Kaffeeküchen für die Kinder ein gerichtet, von denen gar viele den oft stundenlangen Schnlgang nüchtern und nur nothdürstig bekleidet zurücklegen müfscn. Rühreud sind die einzelnen Dankcsbricfe, in welchen gar häufig betout wird, daß man sich iin übrigen Dcntschland nur schwer einen Begriff von der Bcdcntnng einer Snmme von 50 oder gar von IM Mark machen könne und von dem dadurch erzielten Nntzen bei richtiger Vcrwentnmg. Vielfach ist es auch vorgekommen, daß einzelne Gemeinden die erhaltenen Gelder mit ihren unberücksichtigt gebliebenen Nachbargenieinden (denn nnmöalich tonnten alle bedacht werden!) brüderlich getheilt haben. Mit den übrigen Liebesgaben an Kleidnngsstücken und sonstigen Effecten, die überall höchst willkommen waren, und mit den Victualieu etc. ist es ähulich geschehen.

Wir dürfen daher allen an diesem Liebeswerke Betheiligteu aus voller Ucbcrzcuguug versichern, daß die Gelder, so weit an uns war, ganz in dem Sinne verwendet worden sind, wie sie uns anvertraut wurden.

„Gottes reicher Segen allen hochherzigen Gebern!“ so lautet säst immer der Schluß der herzlichen und oft sehr rührenden Zuschriften – und auch wir wüßten diese Notiz mit keinen besseren Worten zu schließen.