Für die Frauen und Kinder unserer unbemittelten Wehrleute (Die Gartenlaube 1870/35)

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Autor: Die Redaction
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Titel: Für die Frauen und Kinder unserer unbemittelten Wehrleute (Die Gartenlaube 1870/35)
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 35, S. 564
Herausgeber: Ernst Keil
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Erscheinungsdatum: 1870
Verlag: Verlag von Ernst Keil
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Scans bei Commons
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Für die Frauen und Kinder unserer unbemittelten Wehrleute

gingen wieder ein: A. H. und L. K. in Bologna 100 Thlr.; von einer deutschen Familie in Framersdorf (Mähren) 3 Thlr.; für arme Kinder, welche in dem Kriege ihren Vater verlieren, von den Kindern von Frank in Bukarest 3 Ducaten; L. B. in Bukarest 1 Ducaten; Rentamtmann Kreyßig 3 Thlr.; Markert in Theresienau 2 Thlr.; Th. N. in Limbach 1 Thlr. (nicht Bescheidenheit, sondern Raumbedrängniß); gesammelt von Dr. Rasch in London 35 Thlr.[WS 1]; Hermann Bohnert in Barcelona 10 Thlr.; Kegelgesellschaft „Tannhäuser“ in Leipzig 35 Thlr.; dritte Wochensammlung des Personals von Schelter und Giesecke 24 Thlr. 16 Ngr.; drei Schüler, Jerwitz, Höhndorf und Pasemann 1 Thlr.; Kegelgesellschaft „Paucke“ 10 Thlr.; K. in Wesel 1 Thlr.; Freimann in Huszt (Ungarn) 2 fl.; Mühlenbrock in Gerdeshagen 25 Thlr.; Kirchner in Gastel (Holland) 4 Thlr. 3 Ngr; Pfaffen in Temesvar 5 fl.; Hartig in Asch 1 fl.; erste Wochensammlung der Klinkhardt’schen Buchdruckerei in Leipzig 4 Thlr. 25 Ngr.; R. S. 2 Thlr; C. Pfaff in Nauheim 10 Thlr.; von Schachspielern des Café Felsche in Leipzig, die jede Partie zu 2½ Ngr. zum Besten der Wehrmärmer spielen, 2 Thlr.; zweiter Wochenbeitrag der Drugulin’schen Buchdruckerei in Leipzig 3 Thlr. 4½ Ngr.; Leser und Leserinnen der Gartenlaube in Zwönitz 15 Thlr. 10 Ngr.; Kegelclub in Zwönitz 5 Thlr. 20 Ngr.; Friedr. Gerstäcker 20 Thlr. und von dessen Mutter 5 Thlr.; Dinse in Altrohlau 10 fl.; Beitrag für Weißenburg, von Friedrichsdorf (Wiesbaden) 92 Thlr.; Rich. Schreckenbach in Wiesenbad 1 Thlr.; Julie in Prag 3 Thlr.; ein Deutscher in der Levante 5 Thlr.; Gv. B. in Parchen 5 Thlr.; Student D. H. 2 Thlr.; M. J. u. B. S. 2 Thlr.; Georg Jauck 5 Thlr.; Füllhaas 5 Thlr.; H. K. 2 Thlr.; Wlokka in Mühlhausen 1 Thlr.; auch von Laura für das bereits vor fünf Jahren schlafengegangene deutsche Herz 2 Thlr.; Boorgang, Kindersparbüchse 1 Thlr. 15 Ngr.; R. G. in Boizenburg 1 Thlr.; gesammelt in einem Kränzchen in Leipzig 3 Thlr.

Bravo, Oesterreich rührt sich! Es ist also nicht wahr, was uns einige dortige Zeitungen von der antideutschen und specifisch Habsburger Stimmung vorflunkern wollen. Es gingen nachträglich von dort ein:
Sammlung der Tagespost in Linz 102 Thlr.; Franz Lootz in Schäßburg 2 Thlr. 28 Ngr.; der Männergesangverein in Deutschlandsberg 60 fl.; Ascherfeld’s Buchhandlung in Karlsstadt 10 Thlr.; Caroline Gräfin Blankenstein geb. Gebser in Bucsa (Ungarn) 50 fl.; ein Deutscher in Torda 10 fl.; von den Norddeutschen in Dörfl bei Reichenberg 25 fl.; W. Förster in Wien 10 fl.; vom Cylinderclub in Asch in Böhmen 50 fl.; vier Deutsche aus Prag 16 fl. rh.; Sammlung einiger Brüder in Brüx 18 fl. 40 Kr.; von einem gutgesinnten Deutschen aus Preßburg 50 Thlr.; ein junges Mädchen in Asch 1 Thlr. (Dank für Ihren liebenswürdigen Brief); von Turnfreunden und Mitgliedern des Turnvereins in Asch 170 fl.; Ergebniß einer privaten Sammlung in Linz durch Advocat Dürrnberger 144 Thlr.

Ein Blick auf die vorliegende Quittung giebt uns die erhebende, wenn auch in unseren Tagen kaum noch überraschende Ueberzeugung, daß weit größer als das politische das Deutschland der deutschen Herzen ist. Trotz des Jahres Sechsundsechszig sehen wir aus dem deutschen Oesterreich die Gaben so reich herbeifließen, als ständen auch die Soldaten der schwarzgelben Fahne mit im Kampfe gegen den alten gemeinsamen Feind. Diese Theilnahme verpflichtet uns, wiederholt es auszusprechen, daß die durch die Gartenlaube aufgebrachten Gaben für die bekannten Unterstützungszwecke im Nord und Süd des Vaterlandes bestimmt sind. Zugleich verpflichten uns aber auch die ebenso großen als blutigen Siege der Unsrigen, unsere Sorge nicht, wie bisher, auf die hinterlassenen und hinterbliebenen Frauen und Kinder unserer Wehrmänner zu beschränken, sondern sie auch auf die Verwundeten auszudehnen, für die, trotz aller staatlichen Vorsorge, noch lange nicht genug geschehen ist, wie dies viele brieflich und öffentlich ausgesprochene Klagen leider nur zu deutlich beweisen.
Die Redaction.

Anmerkungen (Wikisource)