Es drängt so viel Gewürm

(Weitergeleitet von Es drängt soviel Gewürm)
Textdaten
Autor: Rainer Maria Rilke
Illustrator: {{{ILLUSTRATOR}}}
Titel: Es drängt so viel Gewürm (im Original ohne Titel)
Untertitel:
aus: Arcadia: Ein unbekanntes Gedicht Rilkes. 11:2, S. 184
Herausgeber: Willy R. Berger
Auflage:
Entstehungsdatum: wohl 1896
Erscheinungsdatum: 1976
Verlag: Walter de Gruyter GmbH & Co. KG
Drucker: {{{DRUCKER}}}
Erscheinungsort: Berlin
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Scan auf Commons
Kurzbeschreibung:
Eintrag in der GND: {{{GND}}}
Bild
Bearbeitungsstand
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du hier: Hilfe
[[index:|Indexseite]]

Das Gedicht ist gewidmet „dem hochverehrten Dichter Hans Benzmann in herzlicher Sympathie: René Maria Rilke“ und wurde erstmals publiziert von Willy R. Berger: Ein unbekanntes Gedicht Rilkes. In: Arcadia, 11:2 (1976), S. 184–190, hier S. 184. Es wurde in einen Band der Erstausgabe des Rilke’schen „Larenopfers“ (erschienen 1895, datiert bereits 1896) eingetragen. Der Adressat der Widmung ist der pommernsche Dichter Hans Benzmann (1869–1926). Das Gedicht dürfte 1896 entstanden sein. Man solle mit der „harmlosen Reimerei“ nicht allzu streng ins Gericht gehen, meint Berger (S. 188).

Text

Es drängt so viel Gewürm sich dreist und dreister
zum Lorbeer hin. Sei nicht bescheiden drum,
du, der du ihn verdienst! Rings in vereister
Blasirtheit brüstet sich das Säculum.

5
Es klebt dies Volk die Risse all’ mit Kleister,

die jählings riß das ewige Warum.
Hoch über jene Risse baut der Meister
sich breite Demantbrücken[1] stolz und stumm.


Anmerkungen (Wikisource)

  1. Diamantbrücken