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Titel: Eine Tanzpause
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aus: Die Gartenlaube, Heft 27, S. 448
Herausgeber: Ernst Ziel
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Erscheinungsdatum: 1880
Verlag: Verlag von Ernst Keil
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Scans bei Commons
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[440]
Die Gartenlaube (1880) b 440.jpg

In der Tanzpause.
Nach seinem Gemälde auf Holz übertragen von C. M. Seyppel in Düsseldorf.

[448] Eine Tanzpause. Wir wohnen vor unserer Abbildung (auf S. 440 und 441) einer Dorfkirchweihe im Schwarzwalde bei. Das sagt uns der bekränzte Tanzplatz, während die beiden Hauptfiguren in der Mitte desselben genügend andeuten, daß wir uns nicht auf einer Hochzeit befinden, denn auf einer solchen würde schwerlich der alte Clarinettist mit dem Zahlteller herumgehen und den jungen Burschen vor sich zum Hervorziehen seines Lederbeutelchens veranlassen. Dennoch scheint es, daß wir in dem Burschen mit der großen Halskrause einen Bräutigam zu sehen haben, der soeben mit seiner Braut anstößt; daß aber der junge Bursche sein Geld nicht finden kann, mag wohl in dem Umstand liegen, daß es in dem Rock steckt, den der Junge ihm sammt dem Hut während des Tanzes gehalten hat und noch hält. Trefflich hat der Düsseldorfer C. M. Seyppel in seinem lebensvollen Bilde dafür gesorgt, daß jede einzelne Gestalt desselben sich selbst erklärt, Männlein und Weiblein, Alt und Jung, von der dienenden Magd, welche in Ermangelung eines Seihers den Trichter zum Staublöschen und Anfeuchten des Tanzbodens benutzt, bis zu den hochthronenden Musikanten und zu den Gruppen an den Zechtischen im offenen Vorder- wie im lauschigen Hintergrunde. Man läßt den Blick gern auf so vielen hoffnungsfrohen Gesichtern ruhen und möchte ihnen allen zurufen:

Die Freude macht gut; die Liebe macht stark –
So freue Dich, Volk, mit gesundem Mark!
Sei frisch im Schaffen und frisch im Scherzen,
So lange das Herz noch kräftig schlägt!
Wenn ein Sturm einst über die Tennen fegt,
Seid ihr auch Manns, es zu verschmerzen.