Ein marokkanischer Scherif

Textdaten
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Titel: Ein marokkanischer Scherif
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 5, S. 161, 164
Herausgeber: Adolf Kröner
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Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1898
Verlag: Ernst Keil’s Nachfolger G. m. b. H. in Leipzig
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Scans bei Commons
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[161]
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Ein marokkanischer Scherif.
Nach dem Gemälde von A. Hennebicq.

[164] Ein marokkanischer Scherif. (Zu dem Bilde S. 161.) „Scherif“, d. h. erhaben, wird von den Arabern ein Nachkomme des Propheten Mohammed genannt. Er erfreut sich im allgemeinen eines besonderen Ansehens, wird „Sidi“ oder „Mulei“, was so viel wie „mein Herr“ bedeutet, tituliert und hat das Recht, den grünen Turban zu tragen. Marokko ist besonders reich an „Schürfa“ (Mehrzahl von Scherif). Die Kaiser jenes Landes sind Nachkommen des Propheten und Schürfa findet man in allen Lebensstellungen; sie haben sich derart vermehrt, daß in manchen Or[t]en die gesamte Bevölkerung fast ausschließlich aus ihnen besteht. Es giebt darunter arme Teufel, die wenig geachtet werden; viele aber gelten als besonders heilig und wunderthätig, und ihnen naht das Volk mit besonderer Ehrfurcht, um ihren Segen zu erflehen.

So angesehen muß auch der Scherif sein, den unser Bild darstellt, sonst hätte die junge Mutter ihr Töchterchen nicht veranlaßt, den Saum seines Gewandes zu küssen. Er ist aber auch sonst eine prächtige Gestalt, in der die Eigenart seines Stammes trefflich zum Ausdruck gelangt.